Wirtschaftsrat der CDU fordert Fracking für deutsche Gasförderung in unsicheren Zeiten
CDU-Wirtschaftsrat fordert Fracking für deutsche Gasförderung

Wirtschaftsrat der CDU fordert Fracking für deutsche Gasförderung in unsicheren Zeiten

In einer deutlichen Positionierung hat sich der Wirtschaftsrat der CDU für die Nutzung der umstrittenen Fracking-Methode zur Gasförderung in Deutschland ausgesprochen. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass heimische Potenziale bei allen Rohstoffen wieder intensiv erschlossen werden müssten. „Dazu zählt auch die Nutzung eigener Gasquellen, einschließlich unkonventioneller Fördermethoden wie Fracking“, betonte Steiger in seinen Ausführungen.

Umweltstandards und pragmatisches Handeln im Fokus

Steiger unterstrich, dass die Einhaltung von Umweltstandards gewährleistet bleiben müsse, gleichzeitig sei jedoch pragmatisches Handeln erforderlich. „Rohstoffe sind auch eine Voraussetzung für unsere industrielle und verteidigungspolitische Handlungsfähigkeit“, so der Generalsekretär. Ohne eine verstärkte Nutzung einheimischer Ressourcen drohten wachsende Abhängigkeiten, beispielsweise von China. Die ausreichende Versorgung mit energetischen und mineralischen Rohstoffen stelle für Deutschland eine „strategische Überlebensfrage“ dar.

Tagung in Berlin mit Bundeswirtschaftsministerin Reiche

Die Äußerungen erfolgten im Vorfeld einer Tagung des Wirtschaftsrates zur Energie- und Umweltpolitik in Berlin, bei der unter anderem Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erwartet wird. Auch Berater der Ministerin hatten sich bereits dafür ausgesprochen, die Möglichkeit einer deutlichen Ausweitung der geringen deutschen Gasförderung durch Fracking ernsthaft zu prüfen. Die Technik, bei der Erdgas aus unterirdischem Gestein gelöst wird, ist in Deutschland aktuell verboten.

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Kritik von Umweltschützern und der Grünen-Fraktion

Kritiker der Fracking-Methode, darunter die Grünen-Fraktionsvize Julia Verlinden, äußerten scharfe Bedenken. Verlinden kritisierte, der Vorschlag sei gefährlich, da große Mengen Methan entweichen würden, was dem Klima weiter schade. Zudem fürchten Umweltschützer Verunreinigungen des Grundwassers durch Chemikalien, die beim Fracking eingesetzt werden.

Positionspapier des Wirtschaftsrates zu heimischen Rohstoffen

In einem aktuellen Positionspapier des Wirtschaftsrates heißt es, dass heimische Vorkommen den Bedarf bei einigen Rohstoffen vollständig decken oder wesentlich zur Deckung beitragen könnten. Allerdings gefährdeten verschärfte Wettbewerbsbedingungen bestehende Wertschöpfungsketten.

  • Hohe Energiekosten
  • Übermäßige Bürokratie
  • Komplexe Regulierungen
Diese Faktoren beeinträchtigen laut dem Papier die Gewinnung von Rohstoffen wie Sand, Kies, Kalkstein, Gips sowie Metallen wie Aluminium, Chrom, Kupfer, Germanium, Lithium und Magnesium. Gleichzeitig blieben weitere heimische Rohstoffpotenziale bislang unzureichend erschlossen, was die Debatte um Fracking und andere Fördermethoden weiter anheizt.

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