EU-Kommission plant Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise nach Irankrieg
EU plant Energiepreissenkung nach Irankrieg

EU-Kommission bereitet konkrete Schritte zur Senkung der Energiepreise vor

Die Europäische Union arbeitet intensiv an Maßnahmen, um die durch den Irankrieg gestiegenen Energiekosten für Verbraucher zu senken. Dies kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Rede vor dem Europaparlament in Brüssel an. Die Kommission wird umfassend prüfen, welche Optionen zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger möglich sind.

Konkrete Maßnahmen im Fokus

Von der Leyen nannte mehrere Ansätze, die derzeit vorbereitet werden. Dazu gehören:

  • Die bessere Nutzung von Stromabnahmeverträgen, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen.
  • Staatliche Beihilfen und Subventionen, um die finanzielle Belastung für Haushalte zu mildern.
  • Obergrenzen für Gaspreise, um exzessive Preisspitzen zu verhindern.

Die Kommissionspräsidentin betonte, dass diese Maßnahmen darauf abzielen, die akuten Folgen des Irankriegs abzufedern, der zu erheblichen Preissteigerungen geführt hat.

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Forderung an EU-Staaten und Kritik an fossiler Abhängigkeit

Indirekt forderte von der Leyen auch die Mitgliedsstaaten zu eigenen Initiativen auf. Sie wies darauf hin, dass in einigen Ländern die Besteuerung von Gas deutlich höher sei als die des elektrischen Stroms. Hier bestehe Raum für entlastende Maßnahmen, die national umgesetzt werden könnten.

In ihrer Rede verdeutlichte sie die wirtschaftlichen Konsequenzen der europäischen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Allein in den ersten zehn Tagen des Irankriegs seien dadurch Mehrkosten von drei Milliarden Euro entstanden. Diese Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit, alternative Energiequellen zu fördern und die Resilienz des Energiesystems zu stärken.

Klare Absage an russische Energieimporte

Einer Wiederaufnahme der Importe von russischem Gas und Öl erteilte von der Leyen eine deutliche Absage. Sie erklärte vor den Abgeordneten: "In der aktuellen Krise argumentieren einige, dass wir unsere langfristige Strategie aufgeben und sogar zu russischen fossilen Brennstoffen zurückkehren sollten. Das wäre ein strategischer Fehler."

Diese Position bekräftigt den Kurs der EU, sich von russischen Energielieferungen unabhängig zu machen und auf nachhaltige, heimische Quellen zu setzen. Die Kommission betont damit die Notwendigkeit, langfristige Energieziele trotz kurzfristiger Krisen nicht aus den Augen zu verlieren.

Die angekündigten Schritte markieren einen wichtigen Schritt, um die europäische Energiepolitik an die neuen geopolitischen Realitäten anzupassen und Verbraucher vor übermäßigen Belastungen zu schützen. Weitere Details zu den konkreten Plänen werden in den kommenden Wochen erwartet.

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