Greenpeace Italien hat ein mit einer Infrarot-Wärmebildkamera aufgenommenes Video veröffentlicht, das die massiven Auswirkungen der Hitze auf Arbeiter im Freien verdeutlicht. Die Aufnahmen zeigen Bauarbeiter in Rom bei Temperaturen von über 100 Grad Celsius – gemessen an der Oberfläche der Arbeitsumgebung.
Extreme Bedingungen auf italienischen Baustellen
Das Video, das von Greenpeace Italy stammt und unter anderem von BILD und dpa verbreitet wurde, dokumentiert die glühende Hitze, der Arbeiter auf Baustellen in der italienischen Hauptstadt ausgesetzt sind. Laut Greenpeace liegen die Oberflächentemperaturen in der Sonne häufig über 100 Grad, was zu einer enormen gesundheitlichen Belastung führt.
„Die Arbeiter arbeiten unter Bedingungen, die an einen Glutofen erinnern“, erklärte ein Sprecher von Greenpeace Italien. Die Organisation fordert verbindliche Hitzeschutzregelungen für Arbeiten im Freien, insbesondere während der sommerlichen Hitzewellen, die in Südeuropa immer häufiger und intensiver werden.
Hitzewelle in Europa erreicht neuen Höhepunkt
Die Veröffentlichung fällt in eine Phase extremer Hitze in Europa. In Deutschland wurde zuvor ein Hitzerekord verzeichnet, gefolgt von Unwettern mit Blitz, Hagel und Starkregen. BILD-Reporter berichteten vom heißesten Ort des Landes, während Wetter-Experten vor den Gefahren der Rekordhitze warnten.
Die Temperaturen in Rom erreichten am 28. Juni 2026 Werte von über 40 Grad im Schatten. Auf Baustellen ohne ausreichende Verschattung oder Kühlmöglichkeiten steigt die Belastung für die Arbeiter dramatisch. Greenpeace betont, dass solche Arbeitsbedingungen nicht nur unzumutbar, sondern auch gesundheitsgefährdend sind.
Forderungen nach besseren Arbeitsschutz
Die Umweltorganisation appelliert an die italienische Regierung, strengere Vorschriften für Hitzeschutz am Arbeitsplatz zu erlassen. Dazu gehören regelmäßige Pausen, ausreichende Wasserversorgung und die Bereitstellung von schattigen Ruhezonen. „Es kann nicht sein, dass Menschen bei solchen Temperaturen schuften müssen, ohne dass ihre Gesundheit geschützt wird“, so der Greenpeace-Sprecher.
Das Video von Greenpeace Italy zeigt eindrücklich, wie die Oberflächen von Baugerüsten, Metallteilen und Beton in der Sonne auf über 100 Grad erhitzt werden. Die Arbeiter sind gezwungen, in dieser Umgebung körperlich schwere Arbeit zu verrichten, was zu Hitzschlag, Kreislaufproblemen und langfristigen Gesundheitsschäden führen kann.
Klimawandel verschärft Arbeitsbedingungen
Wissenschaftler warnen, dass die zunehmende Häufigkeit von Hitzewellen eine direkte Folge des Klimawandels ist. Für Arbeitnehmer im Freien bedeutet dies eine wachsende Gefahr. Greenpeace fordert daher nicht nur kurzfristige Schutzmaßnahmen, sondern auch eine konsequente Klimapolitik, um die Erderwärmung zu begrenzen.
Das Infrarot-Video von Greenpeace Italien hat bereits international für Aufsehen gesorgt und die Diskussion über Arbeitsschutz bei extremen Temperaturen neu entfacht. Die Organisation plant, weitere Aufnahmen zu veröffentlichen, um den Druck auf die Politik zu erhöhen.



