Hitzewelle in Deutschland: Rekord von 41,3 Grad im Juni geknackt
Hitzerekord in Deutschland: 41,3 Grad im Juni

Der Sommer dreht auf: In Deutschland wurde ein neuer Hitzerekord aufgestellt. Am Freitag erreichte Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad Celsius den höchsten je in Deutschland gemessenen Wert. Damit wurde der bisherige Rekord von 41,2 Grad, der am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl (Nordrhein-Westfalen) aufgestellt wurde, um 0,1 Grad übertroffen.

Rekord bereits im Juni gebrochen

Diplom-Meteorologe Dominik Jung betont: „Besonders bemerkenswert: Der alte Rekord stammte aus dem Hochsommer, der neue wurde bereits Ende Juni aufgestellt.“ Der bisherige Juni-Rekord für Deutschland lag bei 39,6 Grad, gemessen 2019 in Bernburg an der Saale. „Der wurde an gleich 18 weiteren Stationen ebenfalls übertroffen“, so Jung.

Die aktuelle Hitzewelle sorgt seit Tagen für extreme Temperaturen. Während der deutsche Rekord geknackt wurde, bleibt man von Europa- und Weltrekorden noch weit entfernt. Der europäische Spitzenwert liegt bei 48,8 Grad, gemessen am 11. August 2021 in Syrakus auf Sizilien (Italien). Weltweit führt das Death Valley in Kalifornien (USA) mit 56,7 Grad Celsius, gemessen am 10. Juli 1913 in Furnace Creek Ranch. Allerdings gilt dieser Wert als umstritten, da Meteorologen die Messmethode von vor über 100 Jahren anzweifeln. Selbst bei Aberkennung bliebe das Death Valley mit 54,4 Grad (August 2020 und Juli 2021) an der Spitze.

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Einzigartige Dimension der Hitzewelle

Dominik Jung hebt hervor: „Was die aktuelle Hitzewelle aber meiner Meinung nach europaweit einzigartig macht, ist ihre Dimension im Juni: In Frankreich wurde mit 44,3 Grad der heißeste Tag seit Beginn der Messungen registriert, in Großbritannien der heißeste Juni-Tag überhaupt, und in praktisch allen westeuropäischen Ländern purzelten die Rekorde.“ Damit weitere Rekorde fallen, müsste die Hitze anhalten – was sich wohl niemand wünscht.

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