Die Hitzeglocke aus Frankreich ist nach Deutschland gewandert und sorgt für extreme Temperaturen. Der Höhepunkt wird am Sonntag erwartet, wenn im Osten flächendeckend 40 Grad erreicht werden sollen. „Das gab es noch nie“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net gegenüber BILD. „Wir werden jetzt wohl Freitag, Samstag und Sonntag den 40er-Hattrick hinlegen. Das ist historisch.“
Temperaturen steigen auf Rekordniveau
Bereits am Freitag beginnt die Hitze im Westen. Meteorologe Oliver Reuter vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erklärt: „Konkret deutet sich dies vor allem vom Oberrhein bis ins Rhein-Main-Gebiet an, dabei sind Höchstwerte von 41 Grad möglich.“ Am Samstag könnte der deutsche Allzeitrekord von 41,2 Grad, gemessen am 25. Juli 2019 in Duisburg-Baerl und Tönisvorst, wackeln. Der DWD erwartet Temperaturen zwischen 37 und 40 Grad, im Rhein-Main-Gebiet und in Brandenburg sind jedoch auch Werte um 41 Grad möglich.
Sonntag: Bis zu 43 Grad im Osten
Am Sonntag wird es extrem heiß, Hotspot ist der gesamte Osten. Erste Prognosen lagen bei Temperaturen von bis zu 44 Grad für Berlin und Brandenburg. Dr. Karsten Brandt von Donnerwetter präzisiert: „Die Frage ist, wie weit am Sonntag die Gewitter kommen. Dann kann es bis zu 43 Grad heiß werden. Vor allem bei Cottbus in Brandenburg und in der Region zur Grenze nach Polen.“ Damit würden alle bisherigen Hitzerekorde pulverisiert. Dr. Brandt: „Das ist die schlimmste und stärkste Hitzewelle aller Zeiten.“
Bereits neue Rekorde gemessen
Am Donnerstag wurden laut vorläufigen Angaben des DWD in Waghäusel-Kirrlach (Landkreis Karlsruhe) 39,0 Grad gemessen – so warm war ein Juni in Baden-Württemberg seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nie. In Perl-Nennig wurden 38,8 Grad gemessen, ein Juni-Rekord für das Saarland. Auch die Nacht zu Donnerstag war die wärmste seit Messbeginn: In Bad Bergzabern (Rheinland-Pfalz) sank die Temperatur nicht unter 26,2 Grad.



