Autofahrer in Deutschland spüren die Folgen des Iran-Kriegs an den Tankstellen. Neue Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen kräftige Preisanstiege, die jedoch geringer ausfallen als während des Ukraine-Kriegs 2022.
Preisanstiege im März 2026
Im März 2026 zahlten Verbraucher im Schnitt 17,3 Prozent mehr für Superbenzin und 29,7 Prozent mehr für Diesel als ein Jahr zuvor. Kraftstoffe insgesamt verteuerten sich um 20 Prozent. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei Heizöl aus: Hier lag der Preis um 44,4 Prozent über dem Niveau von März 2025.
Vergleich mit früheren Krisen
Der Nahost-Krieg wirkt sich wegen des hohen Ausgangsniveaus der Energiepreise weniger stark aus als der Ukraine-Krieg. Im März 2022 waren die Preise für Superbenzin um fast 42 Prozent und für Diesel um knapp 63 Prozent gestiegen. Kraftstoffe insgesamt kosteten 46,8 Prozent mehr, Heizöl sogar 144,4 Prozent.
Dennoch sind die aktuellen Anstiege historisch betrachtet beachtlich: In der ersten Ölkrise 1973/1974 verteuerten sich Kraftstoffe um 32 Prozent, in der zweiten Ölkrise 1979/1980 um 28 Prozent. Während der globalen Finanzkrise 2008/2009 schwankten die Preise stark, und in der Corona-Pandemie brachen sie zunächst ein, um sich ab Mitte 2020 zu erholen.
Auswirkungen auf Verbraucher
Die gestiegenen Energiepreise belasten die Haushalte in Deutschland. Besonders Pendler und Heizölkunden müssen tiefer in die Tasche greifen. Die Statistiker betonen jedoch, dass die aktuellen Preissprünge weniger dramatisch sind als die Rekordwerte von 2022.



