Solarenergie wächst rasant: 600 TWh Zubau 2025, deckt EU-Bedarf
Solarenergie wächst rasant: 600 TWh Zubau 2025

Keine andere Energiequelle wächst global so stark wie Solarstrom. Im Jahr 2025 wurden weltweit 600 Terawattstunden Solarenergie zugebaut, wie Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigen. Die aus Solarenergie gewonnene Elektrizität könnte laut dem Bericht nun die gesamte Stromnachfrage der Europäischen Union decken.

Rekordzubau trotz globaler Herausforderungen

Der Zubau von Solarenergie hat im Jahr 2025 mit 600 Terawattstunden einen neuen Höchststand erreicht. Dies geht aus zwei aktuellen Analysen hervor, die den ungebrochenen Wachstumskurs der erneuerbaren Energien belegen. Die IEA betont, dass Solarenergie damit zur am schnellsten wachsenden Stromquelle weltweit geworden ist.

„Der Ausbau der Solarenergie schreitet schneller voran als alle Prognosen noch vor wenigen Jahren“, erklärte ein IEA-Sprecher. Die installierte Kapazität sei allein im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent gestiegen. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem sinkende Kosten für Photovoltaik-Module und eine verstärkte politische Unterstützung in vielen Ländern.

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Solarenergie könnte EU-Strombedarf decken

Besonders bemerkenswert ist die Dimension des Zubaus: Die gesamte aus Solarenergie erzeugte Strommenge könnte rechnerisch den kompletten Stromverbrauch der Europäischen Union abdecken. Laut IEA-Daten liegt die EU-Stromnachfrage bei etwa 2.800 Terawattstunden pro Jahr – die global installierte Solarleistung übertrifft diesen Wert inzwischen deutlich.

„Die Zahlen zeigen, dass Solarenergie nicht mehr nur eine Nischenrolle spielt, sondern zum Rückgrat der globalen Stromversorgung wird“, so der IEA-Sprecher weiter. Allerdings sei die tatsächliche Versorgung von der Verfügbarkeit von Speichertechnologien und Netzinfrastruktur abhängig.

Wachstumstreiber: China, Indien und Europa

Haupttreiber des Solarbooms sind China, Indien und mehrere europäische Länder. China allein verzeichnete einen Zubau von über 300 Terawattstunden, gefolgt von Indien mit rund 80 Terawattstunden. In Europa trugen vor allem Deutschland, Spanien und Polen zum Wachstum bei. Die USA hingegen verzeichneten aufgrund von Handelskonflikten und politischen Unsicherheiten einen langsameren Ausbau.

Die IEA prognostiziert, dass der Trend sich in den kommenden Jahren fortsetzen wird. „Wir erwarten, dass Solarenergie bis 2030 die wichtigste Stromquelle weltweit sein wird“, sagte der IEA-Sprecher. Voraussetzung dafür seien jedoch stabile politische Rahmenbedingungen und Investitionen in die Netzinfrastruktur.

Auswirkungen auf den Klimaschutz

Der rasante Ausbau der Solarenergie hat direkte Auswirkungen auf die globalen CO₂-Emissionen. Laut IEA konnten durch die zusätzliche Solarstromerzeugung im Jahr 2025 rund 400 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Dies entspricht etwa den jährlichen Emissionen Frankreichs. Um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen, müsse der Zubau jedoch weiter beschleunigt werden.

„Solarenergie ist der Schlüssel zur Dekarbonisierung des Energiesektors“, betonte die IEA. Die aktuellen Zahlen seien ermutigend, aber es bleibe noch viel zu tun. Insbesondere die Integration von Solarenergie in bestehende Stromnetze und der Ausbau von Speicherkapazitäten seien entscheidend für eine zuverlässige Versorgung.

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