Am Sonntag, den 21. Juni 2026, erleben wir in Deutschland die Sommersonnenwende – den längsten Tag des Jahres. Pünktlich um 10.24 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erreicht die Sonne ihren höchsten Stand über dem Himmelsäquator, was den kalendarischen Sommeranfang auf der Nordhalbkugel markiert. In Berlin dauert der Tag rund 16 Stunden und 50 Minuten, im Norden Deutschlands ist es sogar noch länger hell, während der Süden etwas weniger Tageslicht erhält.
Was passiert bei der Sommersonnenwende?
Dr. Björn Voss vom Planetarium Hamburg erklärt: „Am 21. Juni erleben wir die Sommersonnenwende, die auf der Nordhalbkugel den Sommeranfang markiert. Auf der Südhalbkugel ist es genau andersherum, hier steht nun der Winter ins Haus. In den frühen Morgenstunden, genaugenommen um 10:24 Uhr, wenn die meisten von uns noch schlafen, erreicht die Sonne den Gipfel ihrer Jahresbahn. Nun steht sie am höchsten über dem Himmelsäquator.“ Er fügt hinzu, dass die Position der Sonne unabhängig davon ist, ob sie sich über oder unter dem Horizont befindet. Der Himmelsäquator ist lediglich die Projektion des Erdäquators auf eine gedachte Himmelskugel, mit der sich Bewegungen und Positionen aller Himmelskörper beschreiben lassen.
Warum wird es nach der Sonnenwende wieder kürzer?
Bis zur Sommersonnenwende steigt die Mittagshöhe der Sonne täglich an, sie geht früher auf und später unter. Nach dem 21. Juni kehrt sich dieser Trend um: Die Tage werden wieder kürzer, das Tageslicht nimmt langsam ab. Zur Tag-und-Nacht-Gleiche im September halten sich Helligkeit und Dunkelheit die Waage, bevor die Nacht bis zur Wintersonnenwende im Dezember die Oberhand gewinnt.
Warum beginnt der Sommer am 21. Juni?
Der kalendarische Sommer richtet sich nach dem Stand der Erde zur Sonne und beginnt mit der Sommersonnenwende. Er endet mit der Tag-und-Nacht-Gleiche, die 2026 auf den 23. September fällt. Der Termin der Sommersonnenwende kann leicht schwanken – je nach Jahr auf den 20., 21. oder selten den 22. Juni. Dies liegt daran, dass ein Jahr nicht exakt 365 Tage dauert und durch Schaltjahre ausgeglichen wird.



