Straßenverkehr: 97 Prozent fossil – Elektro-Boom kaum sichtbar
Straßenverkehr: 97 Prozent fossil – Elektro-Boom kaum sichtbar

Der Straßenverkehr in Deutschland bleibt auch im Jahr 2024 fest in der Hand fossiler Energieträger. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, entfielen auf Diesel und Benzin zusammen mehr als 97 Prozent des Energieverbrauchs im Straßenverkehr. Der Anteil von Strom und Gaskraftstoffen lag jeweils bei lediglich einem Prozent. Dabei stieg der Stromverbrauch im Vergleich zum Vorjahr zwar um 32 Prozent – ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau.

Energieverbrauch und CO2-Emissionen kaum gesunken

Der gesamte Energieverbrauch des Straßenverkehrs lag 2024 bei rund 2.134 Petajoule. Das entspricht 22,2 Prozent des deutschen Energieverbrauchs. Die CO2-Emissionen beliefen sich auf 155 Millionen Tonnen, was einem Anteil von 21,4 Prozent an den gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands entspricht. Zwar liegt der Verbrauch 11 Prozent unter dem Höchstwert von 2019, doch die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen bleibt bestehen. Die Werte weichen laut Statistischem Bundesamt leicht von denen des Umweltbundesamts ab, da eine andere statistische Methode angewendet wurde.

Diesel dominiert, Benzin folgt

Dieselkraftstoff inklusive Biodiesel-Beimischung machte 60,8 Prozent des Verbrauchs aus. Benzin und Bioethanol kamen auf 37,2 Prozent. Der Anteil von Strom und Gaskraftstoffen (jeweils 1,0 Prozent) zeigt, dass die Elektromobilität trotz steigender Verkaufszahlen von Elektroautos noch keine signifikante Rolle spielt. Die privaten Haushalte waren für 58 Prozent des Energieverbrauchs im Straßenverkehr verantwortlich, die Wirtschaft für 42 Prozent.

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Branche und Politik unter Druck

Die Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen der Verkehrswende. Während der Absatz von Elektroautos 2024 zulegte, reicht dies nicht aus, um den Gesamtverbrauch spürbar zu verändern. Experten fordern daher einen schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur und strengere CO2-Grenzwerte. Das Statistische Bundesamt betont, dass die Daten auf einer konsistenten Methodik beruhen und als Grundlage für politische Entscheidungen dienen.

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