Die Deutsche Bahn lockt mit einem Schnäppchen für Familien: Pünktlich zu den Sommerferien gibt es ein Angebot, das Familien begeistern dürfte. Für 99,99 Euro können bis zu fünf Personen mit Fernzügen hin und zurück durch Deutschland reisen – und das inklusive Sitzplatzreservierung. Das Ticket gilt für die gesamte Ferienzeit von Ende Juni bis Mitte September und ist ab Mitte Juni buchbar.
Bahn-Chefin: Familien in unsicheren Zeiten unterstützen
Bahn-Chefin Evelyn Palla (53) betont die Bedeutung des Angebots: „Der Familien-Sommerurlaub darf nicht ins Wasser fallen. Deutschland braucht jetzt Stabilität und Sicherheit.“ Gerade in unsicheren Zeiten wolle man Familien unter die Arme greifen. Palla weiter: „Wir machen allen Familien, die in der aktuellen Krise verunsichert auf die näher rückenden Sommerferien schauen, ein besonderes Angebot.“
Preis-Hammer: Autofahrt mehr als doppelt so teuer
Der Preis ist bemerkenswert: Laut Bahn kostet allein eine Autofahrt von Hamburg nach München aktuell mehr als 200 Euro – also mehr als doppelt so viel wie die neue „Urlaubsfamilienflatrate“. Das Familienticket gilt für bis zu fünf Reisende. Weitere Details will das Unternehmen im Juni bekannt geben. Kinder unter sechs Jahren fahren immer gratis, und auch Kinder bis 14 Jahre reisen im Fernverkehr kostenlos mit, wenn eine Begleitperson mindestens 15 Jahre alt ist.
Sommerferien-Termine in Deutschland
Die Sommerferien starten dieses Jahr je nach Bundesland zwischen dem 29. Juni und dem 3. August. Schluss ist spätestens am 14. September in Bayern.
Bahn vor großem Umbau
Doch nicht nur bei Tickets tut sich etwas. Konzernchefin Palla kündigt einen knallharten Kurs an: „Wir konzentrieren uns noch fokussierter auf das Eisenbahnfahren.“ Randgeschäfte könnten bald Geschichte sein. Angebote wie Call a Bike oder Flinkster stehen auf dem Prüfstand. Palla sagt deutlich: „Angebote für die sogenannte erste und letzte Meile machen wir künftig nur noch, wenn wir damit auch Geld verdienen“, so im „Stern“.
Auch international will sich die Bahn zurückziehen. Projekte in Ländern wie Indien oder Uruguay sollen wegfallen. Klare Ansage der Chefin: „Das ist ein Geschäft, von dem wir uns mittelfristig trennen werden.“ Schon jetzt hat sich der Konzern von Töchtern wie Arriva und DB Schenker getrennt – doch hunderte Beteiligungen gibt es noch.



