Der Technologiekonzern Carl Zeiss aus Oberkochen in Baden-Württemberg baut seine Beteiligung an der börsennotierten Tochtergesellschaft Carl Zeiss Meditec aus. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, will der Großaktionär in den kommenden Monaten für bis zu 200 Millionen Euro weitere Aktien über die Börse erwerben. Die Aktienkäufe sollen bis Ende Februar 2027 abgeschlossen sein. Ein unabhängiges Kreditinstitut werde den Erwerb je nach Marktlage abwickeln.
Strategisches Vertrauen in Medizintechnik-Sparte
Mit dem Schritt wolle der Mutterkonzern sein Vertrauen in die strategische Ausrichtung und das weitere Wachstum der Medizintechnik-Sparte unterstreichen, hieß es in der Mitteilung. Bislang hält die Zeiss-Gruppe nach eigenen Angaben rund 59 Prozent an Carl Zeiss Meditec, die restlichen 41 Prozent befinden sich im Streubesitz.
Obergrenze von 70 Prozent Stimmrechtsanteil
Um auch künftig eine ausreichende Liquidität der Aktie zu gewährleisten, soll der Stimmrechtsanteil durch die Zukäufe die Marke von 70 Prozent nicht überschreiten. Zugleich stellte der Konzern klar, mit der Aufstockung keine darüber hinausgehenden Ziele zu verfolgen: Weder ein Rückzug von der Börse (Delisting) noch ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag oder Änderungen an der Firmenstruktur seien geplant.
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