Die US-amerikanische Schiedsrichterin Tori Penso (39) wird das letzte Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador bei der Weltmeisterschaft 2026 leiten. Die Partie findet am Donnerstag um 22 Uhr statt und wird von ARD und MagentaTV übertragen. Deutschland hat sich bereits vor dem letzten Spieltag der Gruppe E für die K.o.-Runde qualifiziert, nach Siegen gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1).
Penso überzeugt bei WM-Debüt
Penso hatte zuvor ihr WM-Debüt als zweite Frau überhaupt bei einem Männer-WM-Spiel gegeben, als sie die Partie Tschechien gegen Südafrika (1:1) leitete. Ihre Leistung wurde von Experten hoch gelobt. Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich (47) bezeichnete ihre Spielleitung als „die mit Abstand beste“ der bisherigen WM. Er betonte: „Ich hab da gar keinen Bock mehr drauf, weil das völlig egal ist. Da zählt die Qualität. Und da ist es mir völlig wumpe, ob da eine Frau pfeift oder ein Mann pfeift.“ Penso habe exzellente Entscheidungen getroffen.
Historischer Meilenstein für Schiedsrichterinnen
Penso ist erst die zweite Frau, die bei einer Männer-WM als Hauptschiedsrichterin eingesetzt wird. Vor vier Jahren in Katar leitete die Französin Stéphanie Frappart das Spiel Deutschland gegen Costa Rica. Neben Penso gehört auch die Mexikanerin Katia García (33) zum WM-Aufgebot der Referees, kam aber bisher nicht zum Einsatz.
Deutschland vor Ecuador-Spiel
Obwohl es für Deutschland in der Gruppenphase um nichts mehr geht, wird die Mannschaft die Partie ernst nehmen. Nach dem Ausfall von Nico Schlotterbeck (26, Sprunggelenk) wird Bundestrainer Julian Nagelsmann die neu formierte Innenverteidigung einspielen lassen. Das Spiel gegen Ecuador bietet die Gelegenheit, die Formation für die K.o.-Runde zu testen.



