Am Frankfurter Flughafen ist es am Sonntagnachmittag zu einem Rettungseinsatz gekommen, nachdem sich ein Flugzeug der Airline SunExpress aufgrund einer defekten Klimaanlage stark aufgeheizt hatte. Die Airline hat sich inzwischen bei den betroffenen Passagieren entschuldigt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main klagten mehrere der bereits an Bord befindlichen Reisenden über Unwohlsein.
Defekt am Hilfsaggregat als Ursache
Ursache der Überhitzung war ein technischer Defekt am sogenannten Hilfsaggregat (APU), das am Boden unter anderem für die Klimatisierung zuständig ist, wie eine Sprecherin der Airline mitteilte. Die Maschine des Typs Boeing 737-800 sollte als Flug XC147 von Frankfurt nach Antalya in der Türkei starten. An Bord befanden sich 189 Passagiere und sechs Crew-Mitglieder.
Nachdem die Rettungskräfte alarmiert worden waren, verließen alle Insassen die Maschine. „Leider haben einige der insgesamt 189 Fluggäste medizinische Betreuung benötigt“, erklärte die Airline. Nach einem medizinischen Check hätten sie jedoch noch am selben Tag den Flug antreten können. Der Abflug verzögerte sich deutlich: Laut Polizei waren die Rettungskräfte gegen 15.15 Uhr alarmiert worden, mehr als eine Stunde nach dem ursprünglich geplanten Abflug.
Airline kündigt gründliche Prüfung an
SunExpress teilte mit: „Was die Fluggäste an Bord unseres Fluges XC147 von Frankfurt nach Antalya am 21. Juni erlebt haben, tut uns aufrichtig leid. Wir bitten alle betroffenen Fluggäste in aller Form um Entschuldigung.“ Zuvor hatte „RTL“ über den Vorfall berichtet. Die Airline kündigte an, den gesamten Ablauf gründlich zu prüfen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. „Unser Kundenservice-Team kontaktiert derzeit alle betroffenen Fluggäste zu ihrem Befinden und ob sie ggf. weitere Unterstützung benötigen“, hieß es weiter.



