Der traditionsreiche Berliner Bäcker Halil A. (61) wurde am 10. Juni in seiner Backstube brutal erstochen. Wie jetzt bekannt wurde, handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen ehemaligen Mitarbeiter (28). Der Mann wurde am vergangenen Freitag festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags.
Tatnacht: Letzte WhatsApp-Nachricht an die Familie
Am Tatabend gegen 20.30 Uhr hatte Halil A. noch eine WhatsApp-Nachricht an seine Familie geschickt – es war seine letzte Lebensäußerung. Als der gesundheitlich angeschlagene 61-Jährige nicht nach Hause kam und auch auf Anrufe nicht reagierte, machte sich sein besorgter Sohn um 1.15 Uhr auf den Weg zur Backstube. Dort fand er seinen Vater in einer Blutlache liegend. Die Mordkommission übernahm sofort die Ermittlungen und bat die Bevölkerung um Mithilfe.
Festnahme am Sitz der Mordkommission
Am Freitag gegen 17.15 Uhr wurde der 28-jährige Tatverdächtige an der Keithstraße festgenommen – dort hat die Mordkommission ihren Sitz. Noch ist unklar, ob sich der Ex-Mitarbeiter selbst stellte oder bei einer Befragung einknickte. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, die Ermittlungen dauern an.
Halil A. war im Kiez als besonders beliebter Traditionsbäcker bekannt. Seine Backstube war sein ganzer Stolz. Die Polizei sicherte in der Nacht nach der Tat Spuren in der Bäckerei. Die Leiche des 61-Jährigen wurde abtransportiert. Die Mordkommission bittet weiterhin um Zeugenhinweise.



