Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat mit einer Pilotenbrille einen unerwarteten Nachfrageboom im Onlinehandel ausgelöst. Nachdem er die Sonnenbrille bei einem öffentlichen Auftritt trug, stiegen die Suchanfragen und Verkaufszahlen für ähnliche Modelle sprunghaft an. Online-Händler verzeichneten innerhalb weniger Tage einen Anstieg der Verkäufe um bis zu 300 Prozent.
Ein Accessoire wird zum Verkaufsschlager
Die Pilotenbrille, die Macron bei einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz trug, sorgte nicht nur für Gesprächsstoff in den Medien, sondern auch für ein regelrechtes Shopping-Fieber. Laut einer Analyse des Handelsverbands Deutschland (HDE) stiegen die Suchanfragen nach „Pilotenbrille Macron“ auf Plattformen wie Amazon und eBay um das Fünffache.
„Solche Promi-Effekte sind im Onlinehandel keine Seltenheit, aber die Intensität hier ist außergewöhnlich“, sagt ein Sprecher des HDE. „Die Nachfrage nach dieser speziellen Brille hat das Angebot zeitweise überstiegen.“
Händler reagieren auf den Trend
Viele Online-Shops haben bereits reagiert und bieten ähnliche Modelle mit dem Vermerk „Stil von Macron“ an. Einige Händler berichten von einer Verdopplung ihrer Umsätze im Bereich Sonnenbrillen. Besonders gefragt sind Modelle mit grünen Gläsern und goldenem Rahmen, die der Brille des Präsidenten ähneln.
Die Pilotenbrille, ursprünglich ein Klassiker aus den 1930er-Jahren, erlebt durch den Promi-Effekt eine Renaissance. Modeexperten sehen darin einen weiteren Beleg für den Einfluss von Politikern auf Modetrends.
Auswirkungen auf die Modebranche
Der Nachfrageboom hat auch Auswirkungen auf die Produktion. Einige Hersteller haben ihre Kapazitäten erhöht, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. „Wir haben unsere Produktion um 20 Prozent ausgeweitet, um die Bestellungen zu bedienen“, erklärt ein Sprecher eines bekannten Brillenherstellers.
Experten erwarten, dass der Trend noch einige Wochen anhalten wird. „Solche Effekte sind meist kurzlebig, aber sie können einer Marke langfristig helfen, wenn sie richtig genutzt werden“, sagt eine Modeanalystin.



