Die Zukunft der Magdeburger Galeria-Filiale ist ungewiss. Das Warenhausunternehmen hat angekündigt, insgesamt 33 Standorte einer genauen Prüfung zu unterziehen, darunter auch die Filiale in Magdeburg. Sollte sich herausstellen, dass die Rentabilität nicht gegeben ist, droht die Schließung.
Betroffene Standorte und Kriterien
Neben Magdeburg sind unter anderem Filialen in Potsdam, Wismar und mehreren Standorten in Berlin betroffen. Die Auswahlkriterien umfassen laut Galeria die Mietbelastung und die Ertragskraft der jeweiligen Filiale. Das Unternehmen plant, mit den Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen zu verhandeln. Falls keine tragfähigen Lösungen gefunden werden, sei die Fortführung der betroffenen Filialen gefährdet. Bei einigen Häusern laufen die Gespräche bereits, bei anderen sollen sie zeitnah beginnen.
Angeschlagenes Unternehmen mit Insolvenzgeschichte
Der Konzern, der rund 12.000 Menschen beschäftigt, hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Grund dafür war unter anderem die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden bereits neun Standorte geschlossen. Seit der Übernahme gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.
Die aktuellen Prüfungen sind Teil der Restrukturierungsbemühungen, um das Unternehmen langfristig zu stabilisieren. Ob die Magdeburger Filiale bestehen bleibt, hängt maßgeblich von den Verhandlungsergebnissen mit dem Vermieter ab.



