Mäc Geiz insolvent: Ostdeutscher Discounter in Eigenverwaltung
Mäc Geiz pleite: Discounter in Eigenverwaltung

Der in Ostdeutschland verwurzelte Discounter Mäc Geiz ist pleite. Das Amtsgericht Halle gab dies am Dienstagmorgen bekannt. Bereits am Montag wurde für das Handelsunternehmen aus Sachsen-Anhalt eine vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung eröffnet. Das Unternehmen mit Sitz in Landsberg (Saalekreis) hatte erst im Februar dieses Jahres einen Eigentümerwechsel vollzogen und wurde von einem Konkurrenten übernommen. Nun folgt überraschend der Gang zum Insolvenzgericht.

Was bedeutet die Insolvenz in Eigenverwaltung?

Bei der Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung des Unternehmens weiterhin im Amt und steuert den Restrukturierungsprozess. Ein gerichtlich bestellter Sachwalter überwacht die Vorgänge. Ziel ist es, das Unternehmen zu sanieren und den Geschäftsbetrieb fortzuführen. Für die knapp 200 Filialen in Ostdeutschland – darunter auch im City-Kaufhaus in Naumburg – bedeutet dies vorerst keine Schließung. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

Hintergrund der Insolvenz

Mäc Geiz war lange Zeit ein fester Bestandteil der ostdeutschen Einzelhandelslandschaft. Das Unternehmen mit Sitz in Landsberg (Saalekreis) hatte sich auf preiswerte Non-Food-Artikel spezialisiert. Die Übernahme im Februar durch einen Konkurrenten sollte eigentlich neue Impulse bringen. Doch offenbar reichten die finanziellen Mittel nicht aus, um die angespannte Lage zu bewältigen. Die genauen Gründe für die Insolvenz sind noch nicht bekannt. Experten vermuten jedoch, dass die allgemeine Konsumflaute und gestiegene Kosten eine Rolle spielen.

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Das Amtsgericht Halle hat einen vorläufigen Sachwalter bestellt. In den kommenden Wochen wird geprüft, ob eine Sanierung des Unternehmens möglich ist. Die Gläubiger sollen in einem Insolvenzplanverfahren einbezogen werden. Die Kunden können vorerst weiter einkaufen, jedoch könnten Sortimente und Öffnungszeiten angepasst werden. Wie es mit den Filialen langfristig weitergeht, bleibt abzuwarten. Der Discounter hofft, durch die Eigenverwaltung eine geordnete Restrukturierung zu erreichen und Arbeitsplätze zu erhalten.

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