Vonovia erhöht Mieten in Berlin: bis zu 70 Euro mehr pro Monat
Vonovia erhöht Mieten: bis zu 70 Euro mehr pro Monat

Der Wohnungskonzern Vonovia hat für seine Mieter in Berlin eine neue Mieterhöhungsrunde angekündigt. Betroffen sind auch die Mieter der Tochtergesellschaft Deutsche Wohnen. Im Durchschnitt verlangt der Konzern in der Hauptstadt künftig 4,8 Prozent mehr Miete als bisher, wie Vonovia mitteilte.

Durchschnittliche Erhöhung von 35 Cent pro Quadratmeter

Die durchschnittliche Mehrbelastung liegt bei rund 35 Cent pro Quadratmeter. Maximal erhöht sich die Miete um monatlich rund 70 Euro. Damit bleibt Vonovia unter der Spanne des aktuellen Berliner Mietspiegels, der eine Erhöhung von rund 6,9 Prozent vorsieht. Das Unternehmen verspricht, im Falle einer finanziellen Überlastung der Mieter konkrete Lösungen anzubieten. Nicht alle Mieter seien von der Erhöhung betroffen. Auf Nachfrage teilte Vonovia jedoch nicht mit, wie viele Mieter genau mit einer höheren Miete rechnen müssen.

Vonovia prüft Einkommensgrenze von 30 Prozent

Das Unternehmen erklärte, es prüfe und berücksichtige, ob die Erhöhung dazu führe, dass ein Mieter mehr als 30 Prozent seines Nettohaushaltseinkommens für die Miete aufwenden müsse. „Unser Versprechen: Niemand muss sich Sorgen um die Wohnung machen, und wir finden eine Lösung“, sagte Sebastian Krüger, Geschäftsbereichsleiter Ost von Vonovia.

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Vonovia gehört in Berlin eigenen Angaben zufolge rund 130.000 Wohnungen. Dies ist auch auf die Übernahme der Deutsche Wohnen zurückzuführen.

Neuer Berliner Mietspiegel als Grundlage

Im Mai wurde der neue Berliner Mietspiegel veröffentlicht, auf den sich Vonovia beruft. Der sogenannte Median aller im Mietspiegel aufgeführten Nettokaltmieten liegt bei 7,71 Euro pro Quadratmeter. Dies ist nicht der statistische Durchschnitt, sondern der allgemeine Mittelwert: Es gibt genauso viele erfasste Mietwerte darüber wie darunter. Im Mietspiegel 2024 lag der Wert noch bei 7,21 Euro – 50 Cent niedriger. Die Steigerung von 6,9 Prozent entspricht genau dieser Differenz.

Vonovia steigert Gewinn im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2026 konnte Vonovia seinen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Jahresvergleich um 1,4 Prozent auf knapp 712 Millionen Euro steigern. Neben höheren Mieten trug auch das Geschäft mit Zusatzleistungen wie Handwerkerdiensten und Energievertrieben zum Zuwachs bei.

Deutschlandweit bewirtschaftete das Unternehmen Ende März knapp 471.000 eigene Wohnungen. In Schweden waren es rund 40.000 und in Österreich etwa 20.000, insgesamt also knapp 531.000 Wohnungen.

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