Hohe Brücke in Köthen nach sechs Jahren Bauzeit freigegeben
Hohe Brücke in Köthen freigegeben

Die neue Hohe Brücke zwischen Lohmannstraße und Prosigker Kreisstraße in Köthen ist seit Donnerstag wieder befahrbar. Nach sechs Jahren Bauzeit wurde die Brücke offiziell freigegeben. Bei der Eröffnungsfeier blieben kritische Rückblicke nicht aus. Die Bauarbeiten wurden als „mentale und wirtschaftliche Grenzerfahrungen“ beschrieben.

Ein langer Weg zur Fertigstellung

Die Bauarbeiten an der Hohen Brücke begannen vor sechs Jahren und verzögerten sich mehrfach. Ursprünglich war eine kürzere Bauzeit geplant gewesen. Gründe für die Verzögerungen waren unter anderem unerwartete statische Probleme und Lieferengpässe bei Baumaterialien. Die Gesamtkosten stiegen dadurch erheblich an. Während die ursprüngliche Kalkulation bei rund 5 Millionen Euro lag, beliefen sich die tatsächlichen Kosten auf etwa 8,5 Millionen Euro.

Kritik an der langen Dauer

Bei der Eröffnung äußerten Anwohner und lokale Politiker deutliche Kritik. „Sechs Jahre sind eine Zumutung für die Bürger und die Wirtschaft“, sagte ein Stadtrat. Die Brücke ist eine wichtige Verkehrsader für Köthen und verbindet die Innenstadt mit dem Gewerbegebiet. Während der Bauzeit mussten Autofahrer weite Umwege in Kauf nehmen, was zu Frustration führte. Auch die Anwohner litten unter Lärm und Staub.

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Feierliche Freigabe

Trotz der Kritik wurde die Brücke am Donnerstag feierlich freigegeben. Vertreter von Polizei, Landkreis, Straßenbaubehörde und Stadtrat waren anwesend. Christina Buchheim und Lydia Hüskens gaben das offizielle Startsignal. Pünktlich um 12.12 Uhr fuhr ein Kleinbus als erstes Fahrzeug über die Brücke. Die Ampel an der Ecke Leipziger/Maxim-Gorki-Straße zeigte Grün. Allerdings wurde der Bus kurz darauf von einem MZ-Redakteur gestoppt, um zu erfahren, wer am Steuer saß.

Zukunft der Brücke

Die neue Hohe Brücke ist moderner und breiter als ihr Vorgänger. Sie verfügt über separate Geh- und Radwege sowie eine verbesserte Beleuchtung. Die Bauarbeiten haben die Verkehrssicherheit erhöht. Experten gehen davon aus, dass die Brücke mindestens 50 Jahre halten wird. Die Stadt Köthen hofft, dass die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen durch die lange Bauzeit nun der Vergangenheit angehören.

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