Joseph-Pschorr-Haus in München wieder voll vermietet: Neue Mieter beleben Traditionshaus
Nach dem Auszug des Sportartikelhändlers Sport Scheck im Juni 2024 füllten sich die Etagen im Joseph-Pschorr-Haus in der Münchner Fußgängerzone nur langsam wieder. Nun stehen mit dem börsennotierten Immobilienmakler Colliers, der Fitnesskette Fitseveneleven und dem Modeunternehmen C&A neue Mieter fest – das Traditionshaus in der Neuhauser Straße ist damit wieder vollständig belegt.
Langsame Erholung nach Signa-Pleite
Die großen Wunden, die die Pleitewelle von René Benkos Signa in München gerissen hat, schließen sich allmählich – aber freilich nicht alle. Im Sommer 2024 verschwand Sport Scheck aus München. Der Sportartikelhändler schloss seine riesige Filiale im Joseph-Pschorr-Haus, direkt gegenüber St. Michael und der Alten Akademie. Das Unternehmen, das seit 2020 zur Signa gehört hatte, war ebenfalls insolvent gegangen und wurde verkauft.
Der neue Eigentümer Cisalfa und der Vermieter in der Neuhauser Straße konnten sich nicht über die Miethöhe einigen – Sport Scheck zog aus, und der Vermieter musste neue Mieter finden. Eigentümer des Gebäudes ist die Bayerische Hausbau Real Estate, die zur Schörghuber Gruppe gehört.
Neue Mieter ziehen ein
Erst rund 2,5 Jahre nach dem Auszug von Sport Scheck wird das Pschorr-Haus Ende dieses Jahres wieder vollvermietet sein. Wie eine Sprecherin der Bayerischen Hausbau bekannt gab, wurden neue Mieter gefunden. Der börsennotierte Immobilienmakler Colliers hat 2000 Quadratmeter gemietet, und die Mitarbeiter sollen Ende des Jahres einziehen.
Außerdem wird die Fitnesskette Fitseveneleven neuer Mieter, mit einem Einzug im Herbst. Bereits im November 2024 war C&A aus der Kaufingerstraße ins Pschorr-Haus umgezogen. Das Gebäude, das 2013 eröffnet wurde, verfügt in der vierten und fünften Etage über 25 Mietwohnungen und im zweiten und dritten Untergeschoss über eine öffentliche Tiefgarage.
Die Wiederbelebung des Joseph-Pschorr-Hauses markiert einen wichtigen Schritt in der Erholung der Münchner Einzelhandelslandschaft nach den Turbulenzen der Signa-Pleite. Mit einer Mischung aus Büronutzung, Fitness und Mode etabliert sich das Haus erneut als lebendiger Teil der Fußgängerzone.



