Mecklenburger Backstuben: Gerichtstermin ebnet Weg für Sanierungsplan
Backstuben: Gerichtstermin ebnet Weg für Sanierung

Im Sanierungsverfahren der Mecklenburger Backstuben aus Waren an der Müritz ist ein weiterer Etappenerfolg erzielt worden. Am Montag haben sich bei einem Termin mit Gläubigern, Unternehmensvertretern und dem Sachwalter am Amtsgericht Neubrandenburg alle Seiten abgestimmt, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Steigende Kosten und Kaufzurückhaltung als Ursachen

Die Mecklenburger Backstuben beschäftigen rund 400 Mitarbeiter und betreiben insgesamt 52 Filialen in Mecklenburg-Vorpommern und in der Prignitz. Ende des vorigen Jahres war das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage geraten und hatte Insolvenz angemeldet. Als Gründe wurden stark gestiegene Kosten und die allgemeine Kaufzurückhaltung genannt. Die Geschäftsführung hatte Mitte November einen Antrag auf gerichtliche Sanierung in Eigenverwaltung gestellt.

Gericht prüft Insolvenztabelle

Beim Termin am Montag wurde nun die Insolvenztabelle, zu der die Gläubiger ihre Forderungen angemeldet haben, vom Gericht geprüft. Auch der Sachwalter, Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff von der Kanzlei BBL Brockdorff, sowie der Gläubigerausschuss wurden in ihrem Amt bestätigt. „Damit sind nun die Voraussetzungen geschaffen, dass die Geschäftsführung in Eigenverwaltung den gerichtlichen Sanierungsplan entwickeln kann. Dadurch ist eine gemeinsame Lösung und die erfolgreiche Beendigung des Verfahrens in greifbare Nähe gerückt“, teilt das Unternehmen mit.

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Optimistischer Blick in die Zukunft

Bäckerei und Sachwalter blicken optimistisch auf die weitere Sanierung. „Wir freuen uns sehr, dass wir das Gericht, den Sachwalter und die Gläubiger mit unseren bisherigen Fortschritten überzeugen konnten“, sagt Günther Neumann, Geschäftsführer der Mecklenburger Backstuben. Es folge nun der finale Sanierungsplan. Rechtsanwalt Graf Brockdorff lobt das bisherige Engagement der Backstuben im Verfahren. „Die Zusammenarbeit mit den Gläubigern ist durchweg konstruktiv und von beiderseitigem Lösungswillen geprägt“, erklärt der Sachwalter.

Keine weiteren Filialschließungen geplant

Trotz des Verfahrens läuft der Geschäftsbetrieb weiter. Zudem hat das familiengeführte Unternehmen eine Reihe von Maßnahmen zur Neuaufstellung entwickelt und umgesetzt. Dazu zählen Verbesserungen bei der Bündelung von Bestellungen, im Wareneinsatz und bei den Retouren. „Einige wenige unrentable Filialen mussten schließen“, heißt es vom Unternehmen. Die betroffenen Arbeitnehmer werden jedoch fast vollständig in anderen Filialen beschäftigt. Weitere Schließungen sind nicht geplant. Zudem wurden neue Produkt-Kreationen entwickelt, von denen sich die Backstuben eine stärkere Wahrnehmung bei den Kunden versprechen. So gibt es neue Gebäcktaschen mit Apfel und Kirsche sowie ein neues Krustenbrot aus Dinkelmehl.

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