Deutscher Maschinenbau kämpft mit Exporteinbußen durch US-Zölle und China-Flaute
Der deutsche Maschinenbau hat im Jahr 2025 deutliche Exportrückgänge hinnehmen müssen. Konjunkturflaute, protektionistische Maßnahmen der USA und verstärkte Konkurrenz aus China setzen der exportorientierten Branche erheblich zu. Besonders der anhaltende Zollstreit mit der US-Regierung unter Präsident Donald Trump belastet die Ausfuhren in den wichtigen amerikanischen Markt.
Exportbilanz 2025 zeigt deutliche Einbrüche
Laut dem Branchenverband VDMA in Frankfurt sanken die Exporte der deutschen Maschinenbauer im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent gegenüber 2024. Preisbereinigt betrug der Rückgang sogar 3,3 Prozent. Insgesamt wurden Maschinen und Anlagen im Wert von 198,5 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert. Die Produktion ging preisbereinigt um 2,6 Prozent zurück und schrumpfte damit das dritte Jahr in Folge.
„Die US-Zölle, der zunehmende Protektionismus sowie die damit einhergehende Unsicherheit auf den Weltmärkten treffen den exportorientierten Maschinen- und Anlagenbau ins Mark“, erklärte VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt. Die Unternehmen stünden vor großen Herausforderungen durch diese marktverzerrenden Entwicklungen.
USA und China als Hauptproblemzonen
Auf dem wichtigsten Einzelmarkt, den USA, gingen die Exporte um 8,0 Prozent auf knapp 25,2 Milliarden Euro zurück. Die Ausfuhren nach China schrumpften ebenfalls um 8,2 Prozent im Jahresvergleich. Diese beiden Märkte, traditionell Stützen des deutschen Maschinenbaus, entwickeln sich zunehmend zu Belastungsfaktoren.
Erst kürzlich kündigte US-Präsident Trump nach einer Niederlage vor dem Supreme Court einen weltweiten Zollsatz von 15 Prozent an. Im US-Geschäft belasten bereits hohe Zölle auf den Stahl- und Aluminiumanteil von Maschinen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hersteller.
Europa bleibt stabiler Ankerpunkt
Während die globalen Märkte schwierig bleiben, hält sich das Geschäft mit den EU-Ländern robust. Die Exporte in die Europäische Union lagen mit nominal 0,3 Prozent nur leicht im Minus. Lichtblicke gab es mit wachsenden Exporten nach Italien und Spanien, in die südamerikanischen Mercosur-Staaten sowie den Nahen und Mittleren Osten.
Für das laufende Jahr ist die Branche wenig zuversichtlich. In China dürfte sich der langjährige Trend zu sinkenden Exporten fortsetzen. Hoffnung macht ein positiver Auftragseingang aus den Euroländern, der auf eine mögliche Erholung hindeutet.
Branche mit langer Flaute und leichten Hoffnungszeichen
Der Maschinenbau, der rund eine Million Menschen in Deutschland beschäftigt, steckt seit langem in der Konjunkturflaute. Zuletzt gab es jedoch Anzeichen für eine mögliche Erholung. Der VDMA prognostiziert für dieses Jahr wieder steigende Produktionszahlen, was auf eine allmähliche Stabilisierung hoffen lässt.
Die Branche steht vor der Herausforderung, sich an veränderte globale Handelsbedingungen anzupassen und neue Absatzmärkte zu erschließen, während traditionelle Exportdestinationen unter protektionistischen Maßnahmen leiden.



