Bitcoin-Kurssturz: Anleger bleiben optimistisch und kaufen nach
Bitcoin-Kurssturz: Anleger bleiben optimistisch

Eine aktuelle Umfrage der Strategieberatung Strategy& (PwC) zeigt, dass private Krypto-Anleger trotz des deutlichen Kursverfalls von Bitcoin seit Jahresbeginn 2026 überraschend optimistisch bleiben. Statt in Panik zu verfallen, nutzten viele den Rückgang gezielt zum Nachkaufen oder zum günstigen Rückkauf früherer Positionen.

Bitcoin-Prognose: Tiefpunkt erwartet, dann Erholung

Die „Crypto Survey 2026“ befragte 2.500 private Krypto-Investoren aus Deutschland, den USA, den Niederlanden, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien. Im Median erwarten die Teilnehmer einen Bitcoin-Preis von rund 854.000 US-Dollar (etwa 739.025 Euro) bis Ende 2030. Zum Vergleich: Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2025 lag bei 126.080 US-Dollar (rund 109.105 Euro). Für die aktuelle Schwächephase prognostizieren die Befragten einen Tiefpunkt bei 25.075 US-Dollar (rund 21.699 Euro), rechnen jedoch bis Ende 2026 bereits wieder mit einem Kurs von 96.415 US-Dollar (etwa 83.434 Euro).

Deutsche Anleger etwas zurückhaltender

Im internationalen Vergleich zeigen sich deutsche Investoren etwas vorsichtiger: Sie erwarten einen Bitcoin-Preis von rund 538.000 US-Dollar bis Ende 2030. Dennoch änderte der Einbruch zu Jahresbeginn wenig an ihrer Strategie. Während 14 Prozent der deutschen Anleger im Januar und Februar 2026 während des Crashs ihre Bestände reduzierten, nutzten 44 Prozent die Gelegenheit, um Positionen nach einem Ausstieg günstiger zurückzukaufen. Weitere 12 Prozent stockten ihre Bestände sogar auf.

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Buy-and-Hold bleibt dominierende Strategie

Das Vertrauen in langfristig steigende Kurse spiegelt sich auch in der Anlagestrategie wider. Nur 29 Prozent aller Befragten betreiben Daytrading, in Deutschland sind es sogar nur 21 Prozent. Mehr als die Hälfte der internationalen Anleger setzt auf die Buy-and-Hold-Strategie und hält Krypto-Bestände langfristig. Gleichzeitig steigt der Anteil der Anleger mit Sparplänen: Im Vergleich zum Vorjahr legte er um mehr als sechs Prozentpunkte auf 37 Prozent zu und liegt damit auf dem Niveau von Aktien-Sparplänen. Für die Studienautoren ist dies ein Zeichen der zunehmenden Reife von Krypto-Anlagen.

Bitcoin bleibt die beliebteste Kryptowährung

Bitcoin verteidigt seinen Spitzenplatz: 68 Prozent der weltweit Befragten sind in die Kryptowährung investiert. Es folgen Ethereum (41 Prozent), Bitcoin Cash (30 Prozent), Solana (28 Prozent) und Dogecoin (26 Prozent). Auch die investierten Summen wachsen: In Deutschland sind bereits vier von fünf Befragten mit mehr als 1.000 Euro in Krypto-Assets engagiert. Über reine Investments hinaus glauben 35 Prozent der deutschen und 42 Prozent der US-amerikanischen Befragten, dass KI-Agenten bis 2030 Stablecoins oder andere Tokens für Zahlungen nutzen werden.

Die Studie verdeutlicht, dass viele Krypto-Anleger kurzfristig mit erheblichen Schwankungen rechnen, langfristig aber ausgesprochen optimistisch bleiben.

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