Magdeburg – Sachsen-Anhalt muss in den kommenden Jahren mit deutlich geringeren Steuereinnahmen kalkulieren als noch im Oktober prognostiziert. Wie die Staatskanzlei mitteilte, liegt das Aufkommen aus Steuern und Bundesergänzungszuweisungen im laufenden Jahr rund 240 Millionen Euro unter den damaligen Schätzungen. Für die Jahre 2027 und 2028 wird jeweils ein Einnahmerückgang von etwa 260 Millionen Euro erwartet.
Ursachen: Weltwirtschaft und Energiepreise
Hauptgründe für die sinkenden Steuereinnahmen sind nach Angaben des Arbeitskreises Steuerschätzungen die eingetrübten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen infolge des Kriegs im Nahen Osten sowie die gestiegenen Energiepreise. Auch die Gemeinden in Sachsen-Anhalt müssen mit geringeren Steuereinnahmen rechnen.
Finanzminister fordert Reformen
Finanzminister Michael Richter (CDU) erklärte: „Die Zahlen der jüngsten Steuerschätzung zeigen, dass die strukturellen Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Wachstum in Deutschland dringend verbessert werden müssen. Das aktuelle weltpolitische Umfeld darf kein Grund sein, Reformen zu verschieben.“



