Die Inflation in Deutschland hat sich im Januar 2026 leicht erhöht. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes stiegen die Verbraucherpreise um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Dezember 2025 hatte die Teuerungsrate noch bei 1,8 Prozent gelegen.
Haupttreiber waren höhere Preise für Nahrungsmittel und Sprit. Die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand, erklärte, dass sich die Teuerung insgesamt zum Jahresanfang verstärkt habe, insbesondere bei Nahrungsmitteln. Im Herbst 2025 war der Preisanstieg bei Lebensmitteln noch geringer ausgefallen als die Gesamtinflation.
Dienstleistungen bleiben weiterhin ein wichtiger Preistreiber. Dazu trägt auch die Verteuerung des Deutschlandtickets bei. Zudem geben viele Restaurants und Cafés die zum Jahreswechsel gesenkte Mehrwertsteuer auf Speisen nicht an die Kunden weiter, sondern behalten die Steuerersparnis ein.
Energie wurde hingegen günstiger: Haushaltsenergie verbilligte sich im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, Strom, Gas und Fernwärme wurden billiger. Allerdings stiegen die Preise für Fahrzeugkraftstoffe im Januar um 0,5 Prozent, unter anderem wegen der höheren CO₂-Bepreisung.
Ökonomen erwarten für das Gesamtjahr 2026 eine Inflationsrate knapp über zwei Prozent, auch aufgrund der jüngsten Mindestlohnerhöhung. Im Jahresdurchschnitt 2025 lag die Teuerung bei 2,2 Prozent, wie bereits 2024.



