Iran-Krieg treibt Ölpreis auf über 109 Dollar
Iran-Krieg treibt Ölpreis auf über 109 Dollar

Nach einem israelischen Angriff auf das iranische Gasfeld „South Pars“ hat der Iran Raketen auf Katar und Saudi-Arabien abgefeuert. Die Angst vor einer Ausweitung des Konflikts treibt den Ölpreis in die Höhe. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um rund sechs Prozent auf über 109 Dollar.

Der staatliche Energiekonzern QatarEnergy meldete „erhebliche Schäden“ durch den iranischen Beschuss in der Industriestadt Ras Laffan, einem Zentrum der Energieindustrie. Saudi-Arabien fing nach eigenen Angaben vier auf Riad abgefeuerte ballistische Raketen ab und vereitelte einen Drohnenangriff auf eine Gasanlage im Osten des Landes.

Israelischen Medienberichten zufolge führte Israel den Angriff auf „South Pars“ mit Zustimmung der USA aus. Das angegriffene Feld ist der iranische Teil des weltweit größten Erdgasvorkommens, das sich der Iran mit Katar teilt. Wegen des Krieges hat Katar seine Produktion von verflüssigtem Erdgas (LNG) bereits vollständig eingestellt, wodurch dem Weltmarkt derzeit 20 Prozent des Angebots fehlen.

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Der Iran drohte nach dem Angriff mit weiteren Angriffen auf Öl- und Gasanlagen in der gesamten Golfregion, darunter Raffinerien und petrochemische Komplexe in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Die strategisch wichtige Straße von Hormus hat der Iran bereits blockiert.

In den USA kletterte der Dieselpreis erstmals seit dem Inflationsschub von 2022 wieder über fünf Dollar pro Gallone. US-Vizepräsident JD Vance kündigte Maßnahmen gegen steigende Benzinpreise an. Zudem lockerten die USA ihre Sanktionen gegen den venezolanischen Ölsektor und erlauben wieder umfangreiche Geschäfte mit dem Staatskonzern PdVSA.

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