Die Müritz-Sail lockte in diesem Jahr mit einem abwechslungsreichen Programm an beiden Standorten zahlreiche Besucher an die Häfen der Region. In Rechlin stand weniger die Schifffahrt, sondern vielmehr ein mittelalterliches Markttreiben mit Familienunterhaltung im Mittelpunkt. In Waren hingegen konnten Besucher verschiedene Wassersportarten wie Segeln und Surfen bestaunen.
Erstmals fand ein Flößer-Wettbewerb statt, initiiert von der Raiffeisenbank Mecklenburgische Seenplatte. Sechs Zweier-Teams paddelten auf aneinander gebundenen Holzstämmen um die Wette, um an die alte Tradition der Flößerei an der Müritz zu erinnern. Mit der Aktion wurden Spenden für die Jugendhilfestation der Diakonie in Waren gesammelt.
Zwischen Marktständen mit handgefertigten Produkten herrschte reger Betrieb. Besucher beobachteten Vorführungen, lauschten der Musik oder nutzten Fahrgeschäfte wie das Riesenrad in Waren. Kinder beschäftigten sich mit Holzspielzeug, Kugelbahnen oder Bogenschießen, während Erwachsene entspannt über das Gelände schlenderten. Angeboten wurden unter anderem handgeflochtene Körbe, Lederwaren und Schmuck.
Ein besonderer Höhepunkt war der Stand von Katrin Berndt aus Waren, die regionale Produkte aus ihrem Online-Shop „Seengut“ anbot. Sie kündigte an, ihren gesamten Gewinn der Familie des neunjährigen Ben zu spenden, der bei einem Böllerunglück im April sein Augenlicht und beide Hände verloren hatte. „Für mich ist Bens Schicksal als Mama von drei Kindern hochdramatisch“, sagte sie.
Die Bühnenshows zogen große Besuchergruppen an. Künstler Fridolin begeisterte mit Zauberei, Musik und Feuerkunst, während Jojo mit Jonglage- und Messershows für Unterhaltung sorgte. Viele Gäste klatschten im Takt, Kinder tanzten vor der Bühne. Die Mischung aus ruhiger Müritzkulisse und Mitmachangeboten sorgte für eine familiäre Stimmung.



