Ein Jahr nach seinem Aus beim 1. FC Köln kehrt Christian Keller (47) in die Sportwelt zurück – jedoch nicht im Fußball, sondern als Investor in die Trendsportart Padel. Der ehemalige Geschäftsführer des FC, der zuvor auch beim SSV Jahn Regensburg tätig war, hat gemeinsam mit seinem Bruder Andreas und Geschäftspartner Kai-Michael Unger die Firma Padel Olymp gegründet.
Neue Padel-Anlage in Mühlhausen-Ehingen
Das erste Projekt ist eine moderne Padel-Anlage mit Hallen- und Außenplätzen in Mühlhausen-Ehingen, nahe Kellers Heimatregion. Das Trio investierte nach eigenen Angaben eine hohe sechsstellige Summe und baute eine alte Tennishalle komplett um. Bis 2028 sollen bis zu zehn weitere Anlagen folgen. „Wir sind überzeugt, dass der Markt im Hegau und am Bodensee offen ist für eine neue Sportart wie Padel“, sagte Keller dem „Südkurier“.
Kellers wechselhafte Zeit beim FC
Keller war von 2022 bis 2025 Geschäftsführer des 1. FC Köln, doch seine Amtszeit war von Misserfolgen geprägt. In seine Zeit fielen die FIFA-Transfersperre, der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte (2024) und zahlreiche Transferflops wie Adamyan, Rondic, Tigges und Christensen. Im Mai 2025, zwei Spieltage vor Ende der Zweitliga-Saison, wurde er zusammen mit Trainer Gerhard Struber entlassen. Anschließend schied Keller auch aus dem DFL-Aufsichtsrat aus.
Padel-Boom im deutschen Sport
Keller ist nicht der erste Fußball-Funktionär, der auf Padel setzt. Prominente Namen wie Jürgen Klopp, Hansi Flick, Mats Hummels und Joshua Kimmich investieren ebenfalls in die Sportart oder spielen selbst begeistert. Auch Kellers Nachfolger in Köln, Thomas Kessler, zählt zu den Fans. Der Markt für Padel wächst in Deutschland rasant, und Keller will mit seiner Firma Padel Olymp davon profitieren.
Ob der ehemalige Fußball-Manager mit seinem neuen Projekt erfolgreicher sein wird als beim FC, bleibt abzuwarten. Fest steht: Keller hat sich neu erfunden und setzt auf eine Sportart, die weltweit immer beliebter wird.



