Dubiose Autovermieter im Urlaub: So schützen Sie sich vor Abzocke
Viele Urlauber kennen das leidige Szenario: Bei der Rückgabe des Mietwagens am Ferienort entdeckt ein Mitarbeiter plötzlich eine Delle oder einen Kratzer, der im Übernahmeprotokoll nicht vermerkt war. Sofort wird eine saftige Rechnung präsentiert, oft in Höhe von mehreren hundert Euro. Wer keine entsprechende Versicherung abgeschlossen hat, steht vor einem finanziellen Dilemma. Doch selbst Versicherte sollten vorsichtig sein, denn dubiose Autovermieter nutzen diese Situation gezielt aus, um sich die Taschen vollzumachen.
Die Masche der schwarzen Schafe
Insider aus der Branche berichten, dass einige unseriöse Anbieter bewusst auf die Gutgläubigkeit der Kunden setzen. Sie hoffen darauf, dass Urlauber aus Bequemlichkeit oder Zeitdruck die Forderung einfach bezahlen, ohne die Richtigkeit zu hinterfragen. Oft werden Schäden behauptet, die entweder gar nicht existieren oder bereits vor der Übernahme bestanden. Diese Praxis ist besonders in touristischen Hochburgen verbreitet, wo viele Reisende unter Zeitdruck stehen und wenig Kenntnisse über lokale Gegebenheiten haben.
So wehren Sie sich effektiv
Um nicht Opfer solcher Machenschaften zu werden, gibt es einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen:
- Dokumentation ist alles: Machen Sie bei der Übernahme des Fahrzeugs ausführliche Fotos und Videos von allen Seiten, einschließlich der Räder und des Innenraums. Achten Sie darauf, dass eventuelle vorhandene Schäden im Protokoll vermerkt werden.
- Versicherung prüfen: Klären Sie vorab, welche Versicherung im Mietvertrag enthalten ist und ob eine Selbstbeteiligung anfällt. Eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung kann zwar teurer sein, bietet aber maximale Sicherheit.
- Bei Rückgabe nicht drängen lassen: Nehmen Sie sich Zeit für die Rückgabe und bestehen Sie auf eine gemeinsame Kontrolle mit einem Mitarbeiter. Lassen Sie sich alle Beanstandungen schriftlich bestätigen.
- Bei Zweifeln widersprechen: Falls unberechtigte Forderungen auftauchen, verweigern Sie die Zahlung und fordern Sie Beweise wie zeitnahe Fotos des angeblichen Schadens. Kontaktieren Sie notfalls die Verbraucherzentrale oder einen Anwalt.
Durch eine sorgfältige Vorbereitung und Wachsamkeit können Urlauber das Risiko, von dubiosen Autovermietern abgezockt zu werden, deutlich minimieren und ihren Urlaub entspannt genießen.



