In Jessenitz bei Lübtheen können Kinder- und Jugendgruppen eine spannende Zeit erleben. Organisiert wird das vom Verein Jawev, der jetzt hohen Besuch aus Berlin bekommen hat.
Vielfältige Angebote für junge Gäste
Der Jessenitzer Aus- und Weiterbildungsverein Jawev betreibt nicht nur Kindergärten, eine Seniorenresidenz und verschiedene Angebote für Kinder und Jugendliche, sondern er hat auch den Dreiseitenhof und das Gästehaus von Biber „Jesse“ Tours. „Wir organisieren hier vor allem Angebote für Schulklassen im Grundschulalter, aber haben auch oft Besuch von Kinder- und Jugendgruppen von Vereinen oder kirchlichen Trägern“, erzählt Jawev-Geschäftsführerin Eilyn Brockmöller.
Nähe zur Natur und Sportcenter mit Kletterwand
Inzwischen habe sich das Haus auch überregional gut etabliert. „Wir sind nahezu ausgebucht“, so Brockmöller. Dabei schätzen die Gäste die Mischung aus Naturnähe und den Möglichkeiten, die der Dreiseitenhof biete, führt sie aus. Unter anderem gebe es ein Sportcenter mit Kletterwand, eine Socceranlage, eine Minigolfbahn und den Grillpavillon für 60 Personen. „Das Gebäude wurde weitestmöglich natürlich errichtet. Wer sich hier aufhält, der soll sich frei und im Einklang mit der Natur fühlen“, beschreibt sie.
Der gesamten Anlage merkt man an, dass sie in Partnerschaft mit dem Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe entstanden ist. „Unsere Angebote für Schulklassen und andere Gruppen werden ebenfalls mit der Biosphäre gemeinsam entwickelt, beispielsweise die Fledermaustour oder Ähnliches“, erläutert Brockmöller die Mischung aus natur- und erlebnispädagogischem Konzept. Dabei stehen in Jessenitz die Nutzung digitaler Medien und Naturerlebnisse nicht in Konkurrenz.
Digitale Schatzsuche und Kanutouren
„Wir bieten beispielsweise die Aktion Naturebound an, bei der die Gruppen mit ihren Smartphones als Unterstützung in der Natur kniffelige Aufgaben lösen und einen Schatz finden müssen“, berichtet Brockmöller. Das könne man mit- oder auch in mehreren Teams gegeneinander spielen. Insgesamt gehe es bei den Kinder- und Jugendangeboten von Jawev darum, Gruppenerlebnisse zu ermöglichen, aber auch Raum für eigene Erlebnisse und Erfahrungen zu schaffen.
Mittagessen als Erfahrungsraum
Eine solche Erfahrungsmöglichkeit sei beispielsweise auch die Verköstigung der Gruppen. „Wir kochen hier selbst und liefern die Mahlzeiten aus Jessenitz in alle unsere Einrichtungen aus“, erklärt Eilyn Brockmöller. Dabei werden in der vor Kurzem durch einen Anbau erweiterten Küche nahezu ausschließlich saisonale und regionale Produkte verarbeitet.
„Manches Gericht ist vegetarisch oder vegan und schmeckt anders als zu Hause, da haben manche Kinder ganz neue Geschmackserlebnisse, jedenfalls wenn sie sich darauf einlassen, es zu probieren“, führt Brockmöller aus. Allerdings seien in diesem Bereich mittlerweile auch viele Allergien und Unverträglichkeiten zu berücksichtigen, das ginge natürlich mit einer eigenen Einrichtungsküche leichter, als wenn das Essen von irgendwoher kommt.
Aus diesem Grund ist die Jawev-Chefin froh, dass die Küche dank verschiedener Fördermittelgeber so gebaut werden konnte. Insofern freute sich der Verein auch über den Besuch der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali-Radovan, die auf ihrer Tour durch ihren Heimatwahlkreis in Jessenitz Station machte.



