Oranienbaum/MZ. – Zum Ortstermin zeigt sich der bislang oft milde April von seiner anderen Seite. Kalter Wind pfeift garstig um die Ecke am zukünftigen Stadthaus von Oranienbaum. Margarete erscheint trotzdem in luftigem Outfit. Das ist in Ordnung, denn Wetterunbilden können ihr, dem Star des neuen Tourismuskonzepts für die Barockstadt, nichts anhaben.
Eine virtuelle Marktfrau als Botschafterin
Die Gartenreich-Touristinformation hat ein innovatives Stadtmarketing-Konzept entwickelt, das Geschichte und Moderne vereint. Im Mittelpunkt steht die virtuelle Marktfrau Margarete, die mithilfe einer App auf dem Smartphone zum Leben erweckt wird. Besucher können sie an der Hightech-Stele vor dem zukünftigen Verwaltungssitz in Oranienbaum treffen und in die Vergangenheit eintauchen.
Augmented-Reality-Erlebnisse für Touristen
Neben der digitalen Marktfrau bietet das Konzept weitere Augmented-Reality-Erlebnisse, die historische Szenen in der Stadt sichtbar machen. Ein digitaler Stadtplan führt die Gäste zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und erzählt spannende Geschichten aus der Barockzeit. Die Touristinformation verspricht sich davon eine Steigerung der Attraktivität Oranienbaums als Reiseziel.
Daniela Borngräber und Janin Müller von der Gartenreich-Touristinformation präsentierten die neue Technologie bereits vor Ort. Sie zeigten, wie die virtuelle Marktfrau Margarete automatisch ins Bild tritt, sobald die App geöffnet wird. Die Umsetzung des Projekts soll in Kürze beginnen, sodass Touristen schon bald in den Genuss der digitalen Zeitreise kommen können.
Mit diesem modernen Ansatz will Oranienbaum nicht nur ältere Besucher ansprechen, sondern vor allem auch jüngere Generationen für die Geschichte der Barockstadt begeistern. Die Kombination aus Hightech und Historie könnte ein Vorbild für andere Städte in der Region sein.



