Fast 185 Euro Trinkgeld versehentlich gezahlt: Reporterin ärgert sich über Abzocke
Unsere Reporterin hätte ihre eingestaubten Prozentrechnungskenntnisse im Urlaub in Italien beinahe teuer bezahlt. Bei der Bezahlung in einem Hotel wurde sie mit einem Display konfrontiert, das Trinkgeld-Optionen anzeigte – und wäre dabei fast auf die Nase gefallen.
Urlaub in Italien mit unerwarteter Rechnung
Die Familie hatte sich lange auf den Familienurlaub gespart und war in einem schönen Hotel mit Dreiviertelpension abgestiegen. Reichlich Frühstück, Nachmittagsverpflegung und Abendessen inklusive. Für diesen Service war die Reporterin bereit, den entsprechenden Preis zu zahlen, und legte Kellnern und Putzkräften zusätzlich Münzen als Trinkgeld hin.
An der Rezeption bat man sie am Ende um „Tip“, was sie zunächst nicht schlimm fand. Schließlich gibt es Bereiche wie Küche oder Garten, die man als Gast nicht direkt erreicht. Doch dann leuchteten auf dem Bezahl-Display die Optionen „5 Prozent“, „10 Prozent“ und „20 Prozent“ entgegen.
Der teure Irrtum: Fünf Prozent sind kein Klacks
Fünf Prozent – das klang nach einem Klacks, oder? Glücklicherweise zögerte die Reporterin kurz, während ihr Gehirn ratterte. Schnell überschlug sie, was fünf Prozent von der Gesamtrechnung ausmachen würden. Das Ergebnis ließ sie erschaudern: Es wären 185 Euro Trinkgeld gewesen. Bei zehn Prozent sogar 370 Euro.
„Sorry, aber das fand ich echt unverschämt“, kommentiert sie die Situation. Letztlich gab sie noch mal 20 Euro in bar, fragt sich aber: „Bin ich knausrig?“
Kritik an der Trinkgeld-Praxis
Die Reporterin ärgert sich, dass man als Gast dermaßen abgezockt werden soll. Sie gehört zwar zu den Trinkgeld-Gebern und rundet bei Zufriedenheit mit Service und Qualität oft auf – fünf bis zehn Euro extra sind für sie normal. Was sie gar nicht mag, ist jedoch, wenn man sie dazu nötigen will.
Die Praxis, auf Bezahlgeräten hohe Prozentbeträge als Trinkgeld vorzuschlagen, sieht sie als problematisch an. Es sei eine Form der psychologischen Beeinflussung, die viele Gäste überrumpeln könnte. In ihrem Fall hätte es fast zu einer kostspieligen Fehlentscheidung geführt.
Der Beitrag erschien bereits im Nordkurier und wird aufgrund des großen Interesses erneut veröffentlicht. Er regt zum Nachdenken über faire Trinkgeld-Regelungen an.



