Flüssigkeiten im Handgepäck: Diese europäischen Flughäfen lockern die strengen Regeln
Flughäfen lockern Flüssigkeitsgrenzen im Handgepäck

Ende der Mini-Shampoo-Ära: Flughäfen lockern Flüssigkeitsbeschränkungen

Seit fast zwei Jahrzehnten gehörte es zum Reisestress: Vor der Sicherheitskontrolle mussten Passagiere ihre Wasserflaschen leeren, Shampoos in winzige Behälter umfüllen und alle Flüssigkeiten in einem durchsichtigen Ein-Liter-Beutel verstauen. Diese seit 2006 geltende 100-Milliliter-Grenze, die als Reaktion auf Terroranschläge mit Flüssigbomben eingeführt wurde, wird nun an immer mehr europäischen Flughäfen gelockert.

Technologischer Fortschritt macht strengere Regeln überflüssig

Der Grund für die Lockerungen liegt in modernster Sicherheitstechnologie. Immer mehr Airports setzen auf hochauflösende CT-Scanner, die detaillierte 3D-Bilder des Handgepäcks liefern und sowohl flüssige als auch feste Sprengstoffe zuverlässig erkennen können. Wo diese Geräte installiert sind, entfallen die alten Beschränkungen teilweise oder vollständig.

Die neue Regelung erlaubt bis zu zwei Liter Flüssigkeit pro Behälter im Handgepäck, was bedeutet, dass normale Wasserflaschen und größere Hygieneartikel problemlos mitgeführt werden können. Allerdings warnt die Luftfahrtbranche: Reisende sollten sich vor jedem Flug genau über die aktuellen Bestimmungen am jeweiligen Abflughafen informieren, da die Umsetzung nicht einheitlich ist.

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Deutsche Flughäfen gehören zu den Vorreitern

In Deutschland verfügen bereits mehrere internationale Airports über die neue Scanner-Technologie:

  • Berlin Brandenburg (BER)
  • München (MUC)
  • Frankfurt (FRA)
  • Köln Bonn (CGN)

Allerdings arbeiten die Geräte an diesen Standorten noch nicht flächendeckend. Passagiere sollten daher weiterhin vorsorglich die 100-Milliliter-Grenze einhalten, da nicht vorhersehbar ist, an welchem Scanner sie kontrolliert werden.

Europäische Flughäfen mit moderner Scanner-Technologie

Die Liste der europäischen Airports mit CT-Scannern wächst ständig und umfasst bereits zahlreiche wichtige Drehkreuze:

  • Niederlande: Amsterdam Schiphol (AMS)
  • Großbritannien: London Heathrow (LHR), London Gatwick (LGW), Birmingham (BHX), Edinburgh (EDI), Belfast International (BFS)
  • Spanien: Madrid-Barajas (MAD), Barcelona-El Prat (BCN), Palma de Mallorca (PMI), Málaga-Costa del Sol (AGP)
  • Italien: Rom-Fiumicino (FCO), Mailand-Malpensa (MXP), Mailand-Linate (LIN), Bologna (BLQ), Turin (TRN)
  • Irland: Dublin (DUB)
  • Dänemark: Billund (BLL)
  • Finnland: Helsinki (HEL)

Weitere europäische Flughäfen mit der neuen Technologie sind Prag (PRG), Malta (MLA), Vilnius (VNO) und Kaunas (KUN) in Litauen, Krakau-Balice (KRK) und Posen-Ławica (POZ) in Polen sowie Cluj-Napoca (CLJ) in Rumänien.

Diese Aufzählung ist nicht abschließend und wird sich voraussichtlich in den kommenden Monaten weiter verlängern. Die Luftfahrtbehörden betonen jedoch, dass die Zwei-Liter-Regel an manchen Standorten nur teilweise gilt und sich die Bestimmungen je nach Terminal und Sicherheitsbereich unterscheiden können.

Reisende müssen weiterhin aufmerksam bleiben

Obwohl die neuen Scanner den Reisekomfort deutlich erhöhen, raten Experten zu vorausschauendem Verhalten. Die Umstellung auf die modernen Geräte erfolgt schrittweise, und während der Übergangsphase gelten an vielen Flughäfen noch die alten Vorschriften. Eine gründliche Recherche vor der Abreise bleibt daher unerlässlich, um unangenehme Überraschungen an der Sicherheitskontrolle zu vermeiden.

Die Entwicklung zeigt, wie technologische Innovationen nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch den Reisestress reduzieren können. In den kommenden Jahren dürften immer mehr Flughäfen weltweit nachziehen und die lästigen Flüssigkeitsbeschränkungen für Passagiere weiter lockern.

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