Guatemala-Tourismusminister Whitbeck: Sicherheit und Vielfalt für deutsche Urlauber
Guatemala: Tourismusminister wirbt für sichere Reisen

Guatemala wirbt um deutsche Touristen: Minister betont Sicherheit und kulturellen Reichtum

Guatemala steht bei deutschen Urlaubern selten ganz oben auf der Reiseliste – häufig aufgrund von Sicherheitsbedenken. Tourismusminister Harris Whitbeck setzt sich nun aktiv dafür ein, diese Vorbehalte auszuräumen. In einem exklusiven Interview mit TRAVELBOOK präsentierte der Minister überzeugende Zahlen: „Bei 3,5 Millionen Besuchern im vergangenen Jahr verzeichneten wir lediglich etwa 70 tourismusbezogene Vorfälle“, erklärt Whitbeck. Dabei handle es sich meist um kleinere Diebstähle wie entwendete Telefone – Vorkommnisse, die laut dem Minister in jedem Touristenziel der Welt passieren könnten.

Fakten gegen Mythen: Keine entführten Reisebusse

Whitbeck weist entschieden Gerüchte zurück, die das Sicherheitsimage Guatemalas belasten. „Berichte über entführte Reisebusse voller Touristen hat es in Guatemala nie gegeben“, stellt er klar. Gleichzeitig räumt der Minister ein, dass das Land nicht völlig problemfrei sei. Die geografische Lage südlich von Mexiko mache Guatemala zu einem Transitland für Schmuggel und Drogenhandel. „Diese Aktivitäten konzentrieren sich jedoch hauptsächlich auf Grenzregionen oder auf Seewege“, betont Whitbeck und unterstreicht, dass touristische Zentren davon kaum betroffen seien.

Einzigartige Mischung: Natur und 3000 Jahre Geschichte

Für den Tourismusminister liegt Guatemalas wahre Stärke in seiner beeindruckenden Vielfalt. „Wir besitzen die atemberaubende Natur, für die etwa Costa Rica berühmt ist. Doch zusätzlich bieten wir eine tiefe historische und kulturelle Verbindung“, schwärmt Whitbeck. Das Land blickt auf mehr als 3000 Jahre Geschichte zurück und war einst das pulsierende Zentrum der Maya-Zivilisation. Überall im Land verbergen sich unter dichtem Regenwald antike Städte, die noch immer auf ihre Entdeckung warten.

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Tikal: Das „New York City des Maya-Reiches“

Im Norden Guatemalas befindet sich mit Tikal eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Maya-Kultur. Whitbeck beschreibt sie mit enthusiastischen Worten: Tikal sei vergleichbar mit der berühmten mexikanischen Stätte Palenque, aber „auf Steroiden“. Der Minister nennt die Anlage liebevoll „das New York City des Maya-Reiches“ – ein Ort, der in seiner Größe und historischen Bedeutung alles in den Schatten stellt, was die Region sonst zu bieten hat.

Empfehlungen für Erstbesucher: Von Kolonialstädten zu Vulkanen

Für Reisende, die Guatemala zum ersten Mal besuchen, hat Minister Whitbeck konkrete Empfehlungen parat:

  • Antigua: Die zum UNESCO-Welterbe gehörende Kolonialstadt beeindruckt mit restaurierten Häusern, historischen Kirchen und exzellenten Restaurants. Antigua dient zudem als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in die umliegende Vulkanlandschaft.
  • Acatenango-Vulkan: Der anspruchsvolle Aufstieg auf diesen Vulkan dauert mehrere Stunden. Viele Besucher übernachten auf dem Gipfel, um das spektakuläre Schauspiel des benachbarten Vulkans zu beobachten, der regelmäßig Lava und Asche ausstößt.
  • Atitlán-See: Im guatemaltekischen Hochland gelegen, wird dieser Kratersee von 14 indigenen Dörfern umgeben, in denen unterschiedliche Sprachen gesprochen werden. „Man kann von einem Dorf zum nächsten fahren und diese kulturelle Vielfalt direkt erleben“, erklärt Whitbeck.

Bevor Harris Whitbeck sein Amt als Tourismusminister antrat, sammelte der erfahrene Journalist umfangreiche Erfahrungen als Reporter bei CNN. Diese mediale Expertise nutzt er nun, um das Image Guatemalas als sicheres und faszinierendes Reiseziel nachhaltig zu verbessern.

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