Japan-Erfahrungen: 6 Alltagsvorteile, die Deutschland fehlen
Japan-Erfahrungen: 6 Alltagsvorteile für Deutschland

Japan-Erfahrungen: 6 Alltagsvorteile, die Deutschland fehlen

In Japan funktioniert vieles anders als in Deutschland – und oftmals deutlich besser. Während die Pünktlichkeit der Hochgeschwindigkeitszüge hierzulande bereits bekannt ist, gibt es zahlreiche weitere Annehmlichkeiten, die den japanischen Alltag erleichtern. Die begeisterte Japan-Reisende Katharina Kunath hat in einem Bericht für TRAVELBOOK sechs dieser Vorzüge detailliert beschrieben, die sie in Deutschland schmerzlich vermisst, sobald sie von einer ihrer Reisen zurückkehrt.

Japanische Convenience-Stores: Alles, immer und überall

An jeder Ecke warten sie: Lawsons, FamilyMart oder 7-Eleven. Diese sogenannten Kombinis sind eine clevere Mischung aus Supermarkt und Drogerie und aus dem japanischen Alltag nicht wegzudenken. Sie bieten frische Onigiri, warme Bentoboxen, kalte Getränke und guten Kaffee. Zusätzlich finden sich Hygieneartikel, Schreibwaren und oft sogar frische Socken oder Hemden. Egal ob frühmorgens oder spätnachts: Der Einkauf verläuft schnell, unkompliziert und ohne lange Warteschlangen.

Getränkeautomaten: Rettung bei 40 Grad

Wenn kein Kombini in Sicht ist, stehen Getränkeautomaten bereit, die in einer ganz anderen Liga spielen als viele Geräte hierzulande. Das Getränk kommt blitzschnell und perfekt temperiert heraus. Neben Softdrinks gibt es ungezuckerten Grüntee oder Elektrolyte-Drinks gegen den Salzverlust. Der Preis bleibt dabei fair und entspricht dem im Convenience-Store – keine 3 bis 4 Euro für eine lauwarme Cola, die womöglich stecken bleibt.

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Freundliche Schilder statt harter Verbote

Das Konzept des „Kawaii“, des Süßen, stammt aus Japan und prägt selbst Hinweisschilder. Statt harter Verbote werden Botschaften oft freundlich verpackt. Niedliche Tierzeichnungen weisen den Weg, erklären Regeln oder bedanken sich für die korrekte Toilettennutzung. Diese Herangehensweise sorgt im Alltag für eine angenehmere und positivere Stimmung.

Saubere öffentliche Toiletten als Segen

Spätestens seit Wim Wenders’ Film „Perfect Days“ (2023) gelten Tokios Toiletten bei vielen als Sehenswürdigkeit. Unabhängig vom Film sind sie für Reisende vor allem praktisch. Wer viel in der Stadt unterwegs ist, findet fast immer eine saubere, öffentliche Toilette. In vielen deutschen Städten bleibt oft nur der Gang ins Restaurant – gegen Gebühr. Beim Thema öffentliche Sanitäranlagen wirkt Deutschland im Vergleich deutlich schlechter ausgestattet.

Wenig Verkehrslärm dank strenger Regeln

Japans Züge gelten als pünktlich, doch weniger bekannt ist, wie leise es auf den Straßen zugeht. Strenge Lärmschutzgesetze und Maßnahmen zur Lärmreduzierung zeigen deutliche Wirkung. Selbst Rettungswagen klingen anders: Ihre Sirenen wirken im Vergleich zu deutschen Signalen fast zurückhaltend, ohne dass der Verkehrsfluss darunter leidet.

Mehr Rücksicht im Alltag

Aggressives Hupen oder laute Musik bei offenem Fenster? In Japan würde dies schnell als respektlos gelten. Stille hat dort einen hohen Stellenwert. Kein Drängeln an der Supermarktkasse, kein rücksichtsloses Anrempeln. Der Umgang miteinander wirkt insgesamt respektvoller und zurückhaltender. Diese Zurückhaltung fällt besonders im Vergleich zu manch hektischem Alltag in deutschen Großstädten angenehm auf.

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