In der Debatte um eine Kurabgabe für die Tourismusregion Mecklenburgische Schweiz hat sich Teterows künftiger Bürgermeister Robert Straßburg (SPD) zu Wort gemeldet und die Einführung der Abgabe befürwortet. Haben wir den Mut, die Kurabgabensatzung zu beschließen, sagte er am Montagabend während einer Beratung des Wirtschaftsförderausschusses, in dem er als sachkundiger Bürger Mitglied ist. Gleichzeitig zeigte er Verständnis für die finanziellen Sorgen mancher Familien angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten.
Zielgruppe: Kreuzfahrt-Touristen und Großstädter
Straßburg betonte, dass die Region mit dem richtigen Konzept europaweit ausstrahlen könne. Er könne sich vorstellen, sowohl Kreuzfahrttouristen als auch gestresste Großstädter aus Berlin oder Hamburg in die Mecklenburgische Schweiz zu locken. Diese suchten die Ruhe und Idylle, die die hiesige Region zu bieten habe.
Touristinfo-Chefin plädiert für Perspektivwechsel
In der Diskussion bedauerte die Leiterin der Teterower Touristinformation, Jana Koch, dass es bei der Kurabgabe stets nur um die Kostenfrage gehe, anstatt die Chancen zu betrachten, die sich mit der Kurtaxe für eine Tourismusregion eröffnen. In einem solchen Verbund könnten verschiedene Projekte besser umgesetzt werden. Mit einem digitalen Reiseführer gebe es zudem bereits eine Grundlage, um Kurkarten künftig auch digital nutzen zu können.
Gegenstimme aus der AfD
Als Gegner einer Kurtaxe gab sich erneut AfD-Stadtvertreter Mathias Schmitus zu erkennen. Seiner Meinung nach müssten Urlauber für die Abgabe auch eine konkrete Gegenleistung erhalten. Die Kurabgabe soll im nächsten Jahr in den Erholungs- und Tourismusorten eingeführt werden und einen Euro pro Übernachtung und pro Tagesgast betragen.



