Der Nationalpark Harz lockt mit einem neuen Angebot Wanderfreunde und Naturinteressierte nach Torfhaus. Vom höchsten Ort Niedersachsens aus können Besucher ab Sommer verschiedene sogenannte Entdeckerstationen erreichen. Diese vermitteln auf neun Kilometern verteiltes Wissen über Moore, Flüsse, die Geschichte des Waldes und seine Zukunft. Insgesamt gibt es neun Stationen, die jeweils mit einer Eule als Logo markiert sind. Wer alle Standorte erreichen möchte, muss rund neun Kilometer zurücklegen. Es handelt sich jedoch nicht um einen zusammenhängenden Themenpfad. „Thematisch stehen alle für sich alleine und sollen Gäste, die mit verschiedenen Zielen nach Torfhaus kommen, bereichern“, erklärte ein Sprecher des Nationalparks.
Die Stationen im Überblick
An der Station „Nationalpark-Wissen“ erhalten Besucher Informationen zur Arbeit und Aufgabe von Nationalparks. Der „WaldWandelWeg“ zeigt, wie der Harzwald der Zukunft aussehen könnte. Die Station „Torfstich“ informiert über die Funktion von Mooren und bietet ein Wissensquiz. Neben diesen Wissensstationen gibt es die sogenannte Gedanken-Bank, die dazu einladen soll, den Blick über die Natur schweifen zu lassen. Eine Ausstellung im Nationalpark-Besucherzentrum in Torfhaus rundet das Angebot ab. Dort werden ähnliche Themen vertieft. „Es doppelt sich aber nie das Angebot. Es lohnt sich in jedem Fall, beides zu erleben“, betonte der Sprecher.
Was Besucher benötigen
Für einen Besuch müssen Interessierte nicht viel mitbringen. „Im Prinzip sind alle Wege relativ leicht zu begehen“, sagte der Nationalpark-Sprecher. Nur ein kleines Teilstück – der Zuweg zum Schubensteinweg hinter dem Besucherzentrum – sei teilweise etwas steil und nicht für Kinderwagen geeignet. Ratsam sei die Mitnahme eines Handys, da mittels QR-Codes, die mit dem Smartphone eingelesen werden können, weitere Inhalte verfügbar sind. Der Eintritt ist kostenlos.
Für wen lohnt sich das Angebot?
Laut dem Nationalpark-Sprecher richtet sich das Angebot an eine breite Zielgruppe. Der Ausgangspunkt Torfhaus sei ein touristischer Hotspot im Harz. Dort gebe es viele Menschen, die sich oft gar nicht bewusst darüber seien, dass sie in einem Naturschutzgebiet unterwegs sind. „Gleichzeitig kommen aber auch viele Menschen hierher, die den Harz schon seit frühester Kindheit kennen und bereits einiges an Wissen dazu haben.“ Die über die QR-Codes abrufbaren Zusatzinhalte seien etwa speziell für die Besucher mit Vorwissen gedacht. Auch Kinder seien eine wichtige Zielgruppe. Für sie gebe es Mitmach-Elemente und spezielle Kinderstationen. Zudem sei das Angebot für Menschen gedacht, die Bildungsangebote des Nationalparks nutzen.



