Koch Olaf Feder: Vom DDR-Schweinefilet zum Traditionslokal 'Fässchen' in Kleinjena
Olaf Feder: Vom DDR-Koch zum Traditionswirt in Kleinjena

Vom DDR-Schweinefilet zum Traditionswirt: Olaf Feders kulinarische Reise

Im beschaulichen Kleinjena, zwischen Naumburg und Freyburg gelegen, steht das Traditionslokal „Fässchen“ für authentische, gutbürgerliche deutsche Küche. Seit Mai 2024 wird es von dem 55-jährigen Olaf Feder geführt, dessen Lebensweg so vielfältig ist wie seine Speisekarte.

Eine schillernde Vita zwischen Berliner Schnauze und internationaler Erfahrung

Obwohl man ihn aufgrund seiner markanten „Berliner Schnauze“ schnell für einen Hauptstädter halten könnte, wurde Olaf Feder tatsächlich in Naumburg geboren. Seine Karriere als Koch führte ihn auf eine „große Runde“ durch verschiedene Stationen, darunter auch mehrere Jahre im Ausland. Heute ist er nicht nur Küchenchef, sondern auch Pächter des beliebten Lokals.

Von DDR-Preisen zu holländischen Frittiergewohnheiten

Im Gespräch mit Andreas Löffler für die Reihe „Heimatküche – Heimat Küche“ blickt Feder auf bemerkenswerte Stationen zurück. Er erinnert sich an Zeiten, in denen ein Schweinefilet noch 7,90 DDR-Mark kostete, und schildert seine Erfahrungen in Bundeswehr-Feldküchen, wo es oft um das Prinzip „Tüte auf, Tüte zu“ ging. Besonders prägend waren seine Jahre in den Niederlanden, wo er den ausgeprägten Hang der Holländer zu Frittiertem kennenlernte.

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Kuriose Begegnungen und familiäre Anekdoten

Feder erzählt auch von ungewöhnlichen Begegnungen, etwa mit der legendären Beate Uhse und deren Butler. Nicht zu kurz kommen dabei familiäre Geschichten, wie die mit nörgeligen Schwiegertöchtern, die den Alltag eines Gastronomen bereichern. Trotz aller Herausforderungen schwärmt er von den flexiblen Arbeitszeiten in der Gastronomie, die für ihn einen besonderen Reiz darstellen.

Das „Fässchen“ als kulinarische Heimat

Heute steht Olaf Feder, Vater von drei Kindern, in der Küche des „Fässchens“ und verkörpert mit seiner Leidenschaft für frisch gekochte, traditionelle Gerichte den Geist des Hauses. Sein Werdegang – von bescheidenen Anfängen in der DDR über internationale Erfahrungen bis hin zur Rückkehr in die Heimatregion – macht ihn zu einem lebendigen Teil der regionalen Gastronomieszene.

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