Junge Rennbootpilotin aus Eggesin startet Training für die neue Saison
Friederike Natschke geht mit ihren 17 Jahren mit ihrem Formel-5-Boot bereits in die dritte Saison. Ihr Ziel ist es, einen Platz auf dem Treppchen zu ergattern.
Die höchste Geschwindigkeit erreicht das Formel-5-Boot von „Freddy“, wenn nur noch die beiden Enden der Rümpfe und die Schraube im Wasser sind.
Trotz ihrer erst 17 Jahre ist Freddy, wie Friederike Natschke von ihren Freunden genannt wird, bereits ein alter Hase in ihrem Formel-5-Boot. Der Crash, bei dem sie vor ihrem Auftaktrennen zu den Internationalen Deutschen Meisterschaften 2024 einen Bug verlor, liegt lange zurück. Jetzt hat die junge Eggesinerin nach dem langen Winter ein erstes Training auf dem Wasser des Neuwarper Sees bei Rieth absolviert. Und das durchaus erfolgreich, konnte sie ihre Zeit auf dem abgesteckten Übungskurs im Laufe ihres ersten Trainingstages doch um fünf Sekunden unterbieten.
Feintuning für Pilotin und Boot
„Ich konnte es kaum erwarten, wieder ins Boot zu kommen“, betonte Freddy nach dem Training. An ihrem Formel-5-Boot, einem Renn-Katamaran, wurde im Winter einiges verändert. Unter anderem wurde der Motor justiert und es gibt ein neues Lenkrad. „Die baulichen Veränderungen fühlen sich gut an, das Boot liegt bei hoher Geschwindigkeit ruhiger auf dem Wasser“, freute sich die 17-Jährige. Das ist wichtig, da in der Meisterschaft die Starter exakt identische Voraussetzungen haben. Das bedeutet, die Boote sind inklusive Motor baugleich. Vor jedem Rennen werden zudem Rennboote und Fahrer gewogen, damit die Bedingungen ausgeglichen sind. „Es geht ums Feintuning, damit ich das Maximum aus dem Boot herauskitzeln kann.“
Bei der Haff-Sail in Ueckermünde dabei
Bis zum ersten Rennen ist auch nicht viel Zeit, denn der Große Preis von Berlin findet bereits am 29. und 30. Mai auf der Regattastrecke in Berlin-Grünau statt. Hier in der Region kann man Freddy und ihr Boot zur 20. Haff-Sail, am 5. und 6. Juni, erleben. Hier möchte sie schon am Freitagabend beim Bootskorso dabei sein.
Rennlauf in Wolgast darf leider nicht stattfinden
In Wolgast war zwar auch ein Rennen der Internationalen Deutschen Meisterschaft geplant und organisiert, doch das Wasser- und Schifffahrtsamt hat diesem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch wird Freddy mit ihrem Team bei den Wolgaster Hafentagen vom 3. bis 5. Juli dabei sein und ihren Sport präsentieren.
Nachhaltig mit E-Fuel
Neu ist auch, dass Freddy zum ersten Mal mit einer internationalen Rennlizenz an den Start geht. Damit darf sie auch in der Formel 4 oder der Formel 1000 starten. Dazu hat sie erstmals ein 200-Liter-Fass mit E-Fuel für die Rennsaison zur Verfügung gestellt bekommen. Dieses wurde von der eFuel Group gesponsert.
Auto darf Freddy auch schon fahren
„Außerdem kann ich zum ersten Mal selbst zu den Meisterschaften fahren“, verriet Freddy, die ihren Autoführerschein schon in der Tasche hat. Ab Juni, wenn sie ihren 18. Geburtstag feiert, geht es dann auch ohne die Mama auf dem Beifahrersitz. Ihr größter Wunsch ist es jedoch, es dieses Jahr bei den Meisterschaften aufs Treppchen zu schaffen.



