Rostocker Italiener schließt überraschend: Joho Group übernimmt mit neuem Frühstückskonzept
Rostocker Italiener schließt: Joho Group übernimmt mit neuem Konzept

Überraschender Wechsel in Rostocks Gastronomie: Italiener macht dicht

In der Rostocker Innenstadt steht ein bedeutender Wandel bevor. Das bekannte italienische Restaurant „Plaza“ im markanten Fünfgiebelhaus am Universitätsplatz schließt seine Pforten. Bereits am 27. März 2026 wird die Joho Group unter Geschäftsinhaber Jonas Holtz mit einem völlig neuen gastronomischen Konzept an diesem prominenten Standort eröffnen.

Mitarbeiter erfuhren erst am Sonntag vom Wechsel

Für das etwa 20-köpfige Team des Restaurants kam die Nachricht völlig überraschend. „Wir haben schon gemerkt, dass etwas vor sich ging“, berichtet ein langjähriger Mitarbeiter. „Aber die Übernahme hat mich persönlich dennoch sehr getroffen. Ich habe hier mehr Zeit als zu Hause verbracht.“ Als das gesamte Team am 15. März informiert wurde, seien ihm sogar die Tränen gekommen.

Doch es gibt auch positive Nachrichten: Alle Mitarbeiter werden von der neuen Betreibergesellschaft übernommen. „Ich bin froh, dass wir alle übernommen werden“, erklärt der Mitarbeiter. Gleichzeitig möchte er erst in Erfahrung bringen, wie das neue Konzept aussieht und ob er sich dafür erwärmen kann. Denn der beliebte Italiener mit feiner Küche und Weinbar wird es an dieser Stelle künftig nicht mehr geben.

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Wirtschaftliche Gründe führten zum Verkauf

Die neue Geschäftsführerin des Standorts, Claudia Brüsch von der Joho Group, erklärt die Hintergründe: „Wenn etwas so schnell gehen soll, macht es einfach Sinn, die vorhandenen Mitarbeiter mitzuübernehmen.“ Dass es mit dem „Plaza“ in der bekannten Form nicht weitergehen würde, hatte sich offenbar schon länger abgezeichnet.

Die drei vormaligen Betreiber waren bereits seit einiger Zeit mit Jonas Holtz im Gespräch. „Ich glaube, es ist grundsätzlich recht schwierig, wenn drei Leute auf gleicher Führungsebene zusammenarbeiten“, so Brüsch. „Aber sie haben sich gemeinsam entschieden, das Objekt in unsere Hände zu legen. Und alle sind froh, dass wir es so übernehmen und vor allem die Mitarbeiter bleiben können.“

Schwierige Geschichte des Standorts im DDR-Bau

Der Standort im markanten DDR-Bau in bester Innenstadtlage hatte bisher kein einfaches Gastro-Glück:

  • Erst 2023 wurde das „Plaza-Ristorante“ nach aufwendiger Sanierung vom italienischen Gastronom Giuseppe Frigoni eröffnet
  • Bereits ein Jahr später übernahm Unternehmer Rossano Pinna, Betreiber des „Rosmarin’o Steakhouse“ am Stadthafen, die Geschäftsführung
  • Trotz guter Bewertungen und vielseitigem Angebot konnte sich das Restaurant nicht wie gewünscht etablieren

Enger Zeitplan für den Umbau

Der Name „Plaza“ bleibt noch bis Sonntag, den 22. März bestehen. Danach wird zum neuen Farbton und dem bekannten Joho-Design gewechselt. Angesichts des eng getakteten Zeitplans bleibt wenig Raum für bauliche Veränderungen.

„Von der Ausstattung her kann man eigentlich alles übernehmen“, berichtet Claudia Brüsch. „Es werden nächste Woche nur noch Tapeten- und Malerarbeiten sowie die neue Außenwerbung umgesetzt.“ Die nötigsten Arbeiten, insbesondere das Umbranding, sollen zwischen Montag und Donnerstag vorgenommen werden.

Das neue gastronomische Konzept

Die Joho Group bringt zwei bewährte Konzepte an den Universitätsplatz:

  1. Joho Broiler Bar – das bekannte Konzept wird fortgeführt
  2. Joho Deli Bar – ein neues Frühstückskonzept im ehemaligen Vinoteca-Bereich

„Frühstück wird ab 8 Uhr stattfinden, es geht dann fließend ineinander über“, erklärt Brüsch. Angeboten werden dann etwa Croissants, Overnight Oats oder Smoothies. Ab mittags werde dann die Broiler Bar dazu geschaltet, wobei es keine optische Abtrennung der Bereiche geben soll. „So können wir flexibel reagieren, auch was die Terrasse angeht.“

Diese Neuerung soll auch die morgendliche Klientel ansprechen und dem Standort neuen Schwung verleihen. Mitarbeiterin Ilva, die wie alle anderen am Sonntag von der Übernahme erfahren hat, zeigt sich offen für das neue Konzept: „Ich bin froh, dass alle Kollegen übernommen werden.“

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