Die Stadt Kelbra hat in den vergangenen Jahren erhebliche finanzielle Mittel in den Campingplatz Seecamping Kelbra und das angrenzende Strandbad gesteckt. Dennoch gelingt es nicht, die Anlagen kostendeckend zu betreiben. Die Stadträte sehen sich nun gezwungen, über einen Verkauf nachzudenken – ein Schritt, der ihnen sichtlich schwerfällt.
Camping-Trend in Sachsen-Anhalt
Peter Ahrens, Präsident des Verbandes für Camping- und Freizeitwirtschaft Sachsen-Anhalt, zeigt sich optimistisch: „Der Campingtourismus in Sachsen-Anhalt wird sich, wenn nichts Außergewöhnliches dazwischenkommt, weiterhin positiv entwickeln.“ Diese positive Stimmung scheint jedoch am Campingplatz Seecamping in Kelbra vorbeizugehen. Trotz einer grundsätzlich guten Nachfrage und einer idyllischen Lage am Stausee reichen die Einnahmen nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken.
Investitionen der Stadt
Die Stadt Kelbra hat in den vergangenen Jahren viel Geld in die Infrastruktur des Campingplatzes gesteckt. Neue Sanitäranlagen, verbesserte Stellplätze und die Modernisierung des Strandbads sollten den Standort attraktiver machen. Doch die erhofften zusätzlichen Besucher blieben aus, sodass die Investitionen nicht die erwartete Rendite brachten. Die finanzielle Belastung für die kleine Stadt ist mittlerweile so hoch, dass ein Weiterbetrieb in der bisherigen Form nicht mehr tragbar erscheint.
Schwerer Schritt für die Stadträte
Die Stadträte von Kelbra stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Einerseits ist der Campingplatz ein wichtiger Faktor für den lokalen Tourismus und bietet Arbeitsplätze. Andererseits zwingt die angespannte Haushaltslage die Kommune dazu, Prioritäten zu setzen. Ein Verkauf des Geländes könnte die Stadt von den finanziellen Lasten befreien, würde aber auch den Verlust eines beliebten Naherholungsgebiets bedeuten. Die Diskussionen darüber sind noch nicht abgeschlossen, aber die Zeichen stehen auf Trennung.



