Sturmtief "Therese" wütet über den Kanaren: Umfangreiche Schutzmaßnahmen in Kraft
Die Kanarischen Inseln, ein bei Touristen äußerst beliebtes Reiseziel vor der Westküste Afrikas, bereiten sich auf schwere Sturmtage vor. Das Tiefdruckgebiet mit dem Namen "Therese" zieht derzeit von West nach Ost über den Archipel im Atlantik hinweg und führt zu erheblichen Beeinträchtigungen im öffentlichen Leben.
Schulschließungen und Homeoffice-Empfehlungen
Als unmittelbare Reaktion auf die drohenden Unwetter haben die Behörden umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Bereits am Donnerstag wurden auf den Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro alle Schulen und Kindergärten geschlossen. Für den Freitag wurde diese Maßnahme auf alle sieben Hauptinseln der zu Spanien gehörenden Kanaren ausgeweitet. Die Regionalregierung rief zudem die Bevölkerung dazu auf, wo immer möglich von zu Hause aus zu arbeiten, um die Gefahren durch den Sturm zu minimieren.
Extreme Wetterbedingungen mit historischen Niederschlägen
Der nationale spanische Wetterdienst Aemet hat eine offizielle Sturmwarnung herausgegeben. Den Prognosen zufolge sind in höheren Lagen Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde zu erwarten. Besonders alarmierend sind die vorhergesagten Niederschlagsmengen, die lokal den durchschnittlichen Jahresniederschlag erreichen könnten. Diese extremen Regenfälle bergen ein hohes Risiko für Überschwemmungen in tiefer gelegenen Gebieten sowie für Erdrutsche an Hängen.
An den Küsten drohen durch den Sturm Wellen von bis zu fünf Metern Höhe, die zu weiteren Überschwemmungen und Schäden an Gebäuden führen können. In Höhenlagen über 1.800 Metern könnte es sogar zu Schneefällen kommen. Aemet warnt davor, dass das stürmische Wetter möglicherweise auch über das Wochenende hinaus anhalten wird.
Massive Beeinträchtigungen im Verkehr
Die Auswirkungen des Sturms sind bereits im Verkehrssektor spürbar. Mehrere Flüge, insbesondere zu den westlichsten Inseln La Palma und El Hierro, wurden bereits umgeleitet oder gestrichen. Mit zunehmender Intensität des Sturms wird erwartet, dass weitere Flugverbindungen ausfallen und Fährverbindungen zwischen den Inseln eingestellt werden müssen. Die Häfen bleiben für den Schiffsverkehr voraussichtlich gesperrt, bis die Wetterbedingungen sich wieder beruhigen.
Die Behörden überwachen die Situation kontinuierlich und haben Notfallpläne aktiviert, um auf eventuelle Schäden und Notsituationen reagieren zu können. Die Bevölkerung und Touristen werden aufgefordert, die offiziellen Warnungen ernst zu nehmen und unnötige Reisen zu vermeiden.



