Neue Ära auf dem Brocken: Timberjacks übernimmt Hotel und Gastronomie
Der höchste Berg Norddeutschlands bekommt einen neuen Gastronomiebetreiber. Ab dem 1. April 2026 übernimmt die Restaurantkette Timberjacks aus Göttingen die Pacht für das Brockenhotel und die gesamte Gastronomie auf dem legendären Gipfel im Harz. Der langjährige Pächter, Brockenwirt Daniel Steinhoff, zieht sich aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen von dieser Aufgabe zurück.
Unterzeichnung des Pachtvertrags in Wernigerode
In Wernigerode wurde nun der entsprechende Pachtvertrag feierlich unterzeichnet. Landrat Thomas Balcerowski (CDU) betonte bei der Veranstaltung, dass die geplante „Brocken Mountain Lodge“ das neue Aushängeschild des gesamten Brockenplateaus werden soll. Der bisherige Brockenwirt bleibt dem Berg jedoch nicht ganz fern – er wird weiterhin am Brockenbahnhof der Harzer Schmalspurbahnen GmbH aktiv sein.
Ambitionierte Pläne der Timberjacks Holding
Geschäftsführer Thomas Kemner von der Timberjacks Holding erklärte, dass der Brocken für die Kette kein gewöhnlicher Standort sei. „Er ist vielmehr ein besonderes Leitprojekt mit großer Bedeutung, das moderne Gastlichkeit, Naturerlebnis und Rücksicht auf die Umwelt miteinander verbindet“, so Kemner. Die Pläne sehen umfangreiche Investitionen und Modernisierungen vor:
- Umbau des denkmalgeschützten, aber in die Jahre gekommenen Ensembles
- Nutzfläche von knapp 3.000 Quadratmetern
- Bis zu 80 Hotelzimmer
- Ein Restaurant mit Biergarten
- Investitionsvolumen von fünf bis acht Millionen Euro
Erste Schritte ab Ostersonntag
Bereits ab Ostersonntag will Timberjacks mit einem gastronomischen Angebot starten. Zunächst soll eine kleine, aber feine Speisekarte angeboten werden, während die umfangreichen Bau- und Renovierungsarbeiten vorbereitet werden. Der Fokus liegt dabei auf einer harmonischen Verbindung von touristischem Erlebnis und nachhaltiger Bewirtschaftung des sensiblen Bergökosystems.
Der Brocken als bedeutendstes touristisches Ziel im Harz steht damit vor einem bedeutenden Wandel. Die Übernahme durch eine etablierte Restaurantkette verspricht nicht nur frischen Wind in der Gastronomie, sondern auch substantielle Investitionen in die marode gewordene Bausubstanz. Für Besucher des Brockens könnte sich damit in den kommenden Jahren das gastronomische und touristische Angebot spürbar verbessern.



