Hannah (26) erfüllt sich Traum vom veganen Café Morn in Rostock
Veganes Café Morn: Hannah (26) erfüllt sich Rostocker Traum

Junge Unternehmerin eröffnet veganes Café Morn in Rostocks KTV

In der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) herrscht seit dem 18. Februar geschäftiges Treiben im neu eröffneten Café Morn. Die 26-jährige Hannah Camesasca, ursprünglich aus der Nähe von Schwerin, hat sich mit der Übernahme der Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants "Küche des Friedens" einen lang gehegten Traum erfüllt. Nach drei Wochen Betrieb zieht die junge Unternehmerin eine durchweg positive erste Bilanz: "Wir können uns nicht beschweren, es wird sehr gut angenommen", freut sich Camesasca.

Vollständig veganes Konzept aus Überzeugung

Das gesamte Angebot im Café Morn ist konsequent vegan gestaltet – eine Entscheidung, die der Besitzerin aus tiefster Überzeugung am Herzen liegt. Seit zehn Jahren lebt Hannah Camesasca selbst aus ethischen Gründen vegan und wollte dieses Prinzip auch in ihrem eigenen Betrieb umsetzen. "Ich habe erst überlegt, es vegetarisch/vegan zu machen, einfach weil ich ein bisschen Angst hatte, dass zu wenig Leute kommen. Aber dann habe ich mir gedacht: Nee, ich kann das irgendwie nicht mit mir vereinbaren", erklärt sie ihre bewusste Entscheidung für ein rein pflanzliches Konzept.

Die Speisekarte bietet eine vielfältige Auswahl an veganen Köstlichkeiten. Neben verschiedenen Kaffee- und Matcha-Latte-Variationen – darunter besonders gefragte Kreationen wie Cappuccino und Banana Bread Matcha – gibt es seit kurzem auch Blueberry- und Mango-Iced Matcha. Ergänzt wird das Getränkeangebot durch Kaffee der Marke Fika, den eine Unternehmerin und Café-Besitzerin aus Wismar selbst röstet.

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Kreative Speisenauswahl und gemütliches Ambiente

Für den kleinen Hunger bietet das Café Morn verschiedene Speisen an, darunter einen Frühstücks-Wrap, zwei Focaccia-Sandwiches, Chia-Pudding, Chocolate Chip Cookies, Bananenbrot, Pistazien-Limetten-Kuchen und Smoothies. Die Räumlichkeiten sind in warmen Sand- und Holzfarben gestaltet und bieten Platz für 15 Gäste im Innenbereich sowie sechs Plätze vor dem Café. An der großen Theke werden die Kaffee- und Matcha-Spezialitäten frisch zubereitet.

Der ungewöhnliche Name "Morn" entstand übrigens mit Hilfe von ChatGPT. Hannah Camesasca suchte nach einem kurzen, deutsch klingenden Namen mit Bezug zu Brunch und Morgen – die KI schlug "Morn" vor, ein englisches, oft poetisches Synonym für Morgen.

Gastronomie als Berufung trotz Herausforderungen

Schon seit ihrer Jugend hegte Hannah Camesasca den Wunsch, ein eigenes Café zu eröffnen. "Ich habe immer gedacht, ich würde es gerne machen, aber das geht ja gar nicht", erinnert sie sich. Ermutigt durch Erfahrungsberichte anderer junger Unternehmer in Sozialen Medien, ergriff sie die Chance, als die Vorgängerin Juliane Schaber im Herbst 2025 ankündigte, ihr Restaurant zu schließen.

Nun führt Camesasca den Betrieb mit zwei Mitarbeiterinnen und bestätigt mit einem Lachen: "Dass, wenn man selbstständig ist, die 40-Stundenwoche schon nach drei Tagen erreicht ist, ist keine Lüge." Trotz des Stresses bleibt die Gastronomie ihre Leidenschaft, in der sie seit ihrer Jugend immer wieder gearbeitet hat. Nach einem Dualen Studium zur Gesundheitsmanagerin und einer Tätigkeit in einem Fitnessstudio kehrte sie schnell zurück in die Branche: "Die Gastronomie hingegen sei für mich vielschichtig. Man hat so viele Möglichkeiten kreativ zu sein."

Begeisterte Stammgäste und zukünftige Pläne

Bereits nach kurzer Zeit hat das Café Morn erste Stammkunden gewonnen. Die Veganerinnen Lina Geppert und Lea Schäfer schwärmen vom Angebot, das sich durch seine Vielfalt und praktische To-go-Optionen von anderen Cafés mit veganen Angeboten abhebt. "Der Banana Bread Matcha ist super, den hatte ich beim letzten Mal auch und dachte mir gleich, den Rest muss ich nicht mehr probieren", sagt Lina Geppert begeistert.

Hannah Camesasca hat sich bereits weitere Ziele gesetzt: "Keinen Stillstand haben, sondern immer versuchen, besser zu werden." Unter anderem plant sie, einen Cateringservice zu starten. Mit humanen Preisen – ein Cappuccino kostet 3,50 Euro, ein Matcha-Latte 4,20 Euro – möchte sie besonders für Studierende einen attraktiven Treffpunkt schaffen.

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Das Café Morn in der Wismarschen Straße 21 hat mittwochs bis freitags von 8 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet und setzt mit seinem vollständig veganen Konzept neue Akzente in Rostocks Gastronomielandschaft.