Winterwetter lockt mehr Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern mit eisigen Naturschauspielen
Winterwetter lockt mehr Touristen nach MV mit Eis-Kulissen

Winterwetter lockt mehr Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern mit eisigen Naturschauspielen

Die extreme Kälte in diesem Winter hat an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns für eine außergewöhnliche Kulisse gesorgt. Zugefrorene Strände, von Eis umschlossene Leuchttürme und winterlich verzauberte Landschaften ziehen derzeit viele Besucher in den Nordosten Deutschlands. Laut Lars Schwarz, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern, melden einzelne Häuser bereits mehr Gäste als üblich.

Spektakuläre Bilder locken spontane Urlauber an

„Es ist auf jeden Fall ein Naturschauspiel“, betonte Schwarz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die eisigen Temperaturen hätten an der Küste für beeindruckende Bilder gesorgt, die bereits viele Menschen faszinieren. Der Hotelverbandspräsident geht davon aus, dass diesen Winter insgesamt mehr Touristinnen und Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern kommen könnten. Aktuell sei wegen der Winterferien im Bundesland ohnehin mehr los, doch die besondere Wettersituation biete zusätzlichen Anreiz.

Peter Kranz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes MV, unterstrich die Einmaligkeit der Situation: „Der Schnee am Strand, vereiste Buhnen und Leuchttürme, in winterliche Ruhe eingebettete Seen und Schlösser – das kann man nicht jedes Jahr bestaunen.“ Der Verband freue sich, dass die winterliche Kulisse viele Gäste ins Land locke. In den vergangenen Jahren hätten zudem immer mehr Familien mit Kindern Urlaub im Nordosten gemacht, was den Wintertourismus zusätzlich belebe.

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Gemischte Bilanz bei Campingplätzen und Verkehrsbeeinträchtigungen

Von den Campingplätzen in Mecklenburg-Vorpommern gab es hingegen gemischte Rückmeldungen. Christin Lemcke vom Landesverband der Campingwirtschaft berichtete, dass das Winterwetter „Fluch und Segen zugleich“ gewesen sei. Einerseits seien Anreisen durch Eisregen erschwert worden, andererseits sei die Nachfrage nach spontanen Wochenendtrips gestiegen. Viele Anglerinnen und Angler seien wegen der zugefrorenen Ostsee jedoch nicht angereist, was zu Einbußen führte. Die meisten Campingplätze im Land haben bis März oder April geschlossen.

Die extreme Kälte forderte auch ihren Tribut bei der Infrastruktur. Auf der Insel Hiddensee fiel das Fährschiff „Vitte“ wegen eines Eisschadens aus, sodass die Insel zeitweise mit einem Eisbrecher per Notfallplan versorgt werden musste. Anfang der Woche war der Fährverkehr zudem wegen Niedrigwasser erneut unterbrochen. Mittlerweile fahren die Fähren laut der Reederei Hiddensee wieder regulär.

Positive Aussichten für den Wintertourismus 2026

Trotz der Herausforderungen zeigt sich der Hotelverband optimistisch. Die Zahl der Vorbuchungen sei ähnlich gewesen wie im Vorjahr, und die aktuelle Entwicklung deute auf einen mutmachenden Start ins Jahr 2026 hin. Schwarz hofft, dass durch das außergewöhnliche Winterwetter noch mehr Menschen kurzentschlossen nach Mecklenburg-Vorpommern reisen, um die seltene Eislandschaft zu erleben. Die Kombination aus winterlicher Idylle und touristischer Infrastruktur könnte dem Bundesland einen unerwarteten Wintertourismus-Boom bescheren.

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