Seit 35 Jahren führt Volker Kluge in Radis im Landkreis Wittenberg sein Unternehmen durch Höhen und Tiefen der Baubranche. Der Unternehmer blickt zurück auf die Entwicklung seiner Firma und spricht über aktuelle Herausforderungen wie steigende Baukosten, übermäßige Bürokratie und die schwierige Nachfolgefrage.
Vom dünnen Ordner zum dicken Paket
Früher, sagt Volker Kluge, sei ein Bauantrag sieben Millimeter stark gewesen. Heute seien es mitunter sieben Ordner. In diesem Vergleich wird deutlich, was der Radiser meint, wenn er über das Bauen von heute spricht: Eine Branche, die sich in Bürokratie, Kosten und Personalsorgen verheddert hat. Die Kluge Baugesellschaft wurde am 1. Mai vor 35 Jahren gegründet und betreut heute rund 1.300 Wohneinheiten sowie elf Gewerbeeinheiten in der Umgebung.
Herausforderungen der Gegenwart
Die Baukosten sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Hinzu kommen strenge Auflagen und lange Genehmigungsverfahren. Volker Kluge betont, dass die Bürokratie ein immer größeres Hindernis darstellt. Auch die Suche nach qualifizierten Fachkräften gestaltet sich schwierig. Der Unternehmer sieht die Zukunft der Branche kritisch, bleibt aber optimistisch.
Nachfolge ungewiss
Ein weiteres Thema ist die Nachfolge. Volker Kluge hat noch keinen Nachfolger gefunden, der die Firma in seinem Sinne weiterführen kann. Er hofft, dass sich jemand findet, der die Werte des Unternehmens bewahrt und die Herausforderungen der Zukunft annimmt. Trotz aller Schwierigkeiten blickt er stolz auf das Erreichte zurück und ist zuversichtlich, dass die Kluge Baugesellschaft auch weiterhin bestehen wird.



