Deutsche Bahn beendet Amtszeit von Finanzvorständin Karin Dohm nach nur drei Monaten
Die Deutsche Bahn hat sich nach nur drei Monaten von ihrer Finanzvorständin Karin Dohm getrennt. Dies geht aus einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hervor, der am 26. Februar 2026 veröffentlicht wurde. Demnach soll die Abberufung auf einer Sitzung des Aufsichtsrats im März beschlossen werden, die Entscheidung stehe jedoch bereits fest.
Konflikte und mangelnde Einarbeitung als Gründe
Laut dem Medienbericht hat Karin Dohm in ihrer kurzen Amtszeit zahlreiche Menschen gegen sich aufgebracht, darunter Politiker und Arbeitnehmervertreter. Sie soll sich wiederholt mit anderen Führungskräften der Bahn wegen Kleinigkeiten angelegt haben. Politiker hätten den Eindruck gehabt, dass sie nicht ansatzweise eingearbeitet gewesen sei. Bahnchefin Evelyn Palla (52) habe daher die Reißleine gezogen, nachdem eine rote Linie überschritten worden war. Die Deutsche Bahn äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Thema.
Kurze Karriere bei der Deutschen Bahn
Karin Dohm war erst seit Anfang Dezember 2025 Finanzvorständin bei der Deutschen Bahn. Zuvor hatte sie als Finanzchefin bei der Baumarktkette Hornbach gearbeitet, wo sie vorzeitig aufhörte. Davor war sie nur zwei Monate bei Continental tätig. Ihr Wechsel zur Bahn wurde damals als bedeutender Karriereschritt gewertet, doch die Zusammenarbeit endete überraschend schnell.
Auswirkungen auf die Deutsche Bahn
Die abrupte Trennung wirft Fragen zur Stabilität der Führungsetage bei der Deutschen Bahn auf. In einer Zeit, in der das Unternehmen mit großen infrastrukturellen und finanziellen Herausforderungen konfrontiert ist, könnte der Wechsel an der Spitze des Finanzressorts zusätzliche Unsicherheit bedeuten. Der Aufsichtsrat muss nun schnell eine Nachfolge finden, um Kontinuität in der Finanzstrategie zu gewährleisten.



