BAT streicht 5500 Stellen und lagert 3500 Jobs aus
BAT streicht 5500 Stellen und lagert 3500 Jobs aus

British American Tobacco (BAT), der Hersteller von „Lucky Strike“ und „Camel“, hat einen massiven Stellenabbau angekündigt. Rund 5500 Arbeitsplätze sollen komplett gestrichen werden, weitere 3500 Stellen werden an externe Dienstleister wie Accenture ausgelagert. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Betroffen sind ausschließlich Beschäftigte außerhalb der USA, dem wichtigsten Markt von BAT.

Einsparungen in Millionenhöhe geplant

BAT-Chef Tadeu Marroco erklärte: „Wir bauen eine zukunftsfähige Organisation auf, die agiler ist, disziplinierter auf die Kosten achtet und sich auf Technologie stützt.“ Das Gesamtpaket soll bis 2028 zusätzliche jährliche Einsparungen von umgerechnet 695 Millionen Euro bringen. Neben dem Stellenabbau setzt der Konzern auf strategische Partnerschaften, um die Effizienz zu steigern.

Aktienkurs fällt nach Ankündigung

Analyst Pallav Mittal von der Barclays Bank zeigte sich überrascht vom Umfang der Streichungen. BAT hatte im Februar bereits ein Sparprogramm angekündigt, das zu Stellenabbau führen könnte. Die konkrete Zahl übertraf jedoch die Erwartungen. Die BAT-Aktie fiel in London zeitweise um knapp zwei Prozent. In den vergangenen Jahren hatten sich die Papiere im Vergleich zu Wettbewerbern unterdurchschnittlich entwickelt.

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Rückgang der Zigarettennachfrage trifft BAT

Der Tabakkonzern leidet unter der sinkenden Nachfrage nach klassischen Zigaretten. Gleichzeitig muss BAT massiv in alternative Nikotinprodukte investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wie Konkurrent Philip Morris International will auch BAT mehr als die Hälfte seiner Erlöse mit Produkten wie Vuse-E-Zigaretten und Velo-Nikotinbeuteln erzielen. Allerdings hinkt das Geschäft mit Ersatzprodukten hinter der Konkurrenz her.

Auswirkungen auf deutsche Standorte

Wie viele der deutschen Mitarbeiter von den Streichungen betroffen sein werden, ist noch unklar. BAT führt sein Deutschland-Geschäft von Hamburg aus und betreibt in Bamberg ein Werk für Stopf- und Drehtabak. Die genauen Standortentscheidungen werden in den kommenden Monaten erwartet.

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