FC Bayern Basketball holt Ulm-Sportchef – Stoll reagiert mit Spott
Bayern holt Ulm-Sportchef Leibenath – Stoll spottet

Der FC Bayern Basketball hat einen überraschenden Coup gelandet und sich die Dienste von Thorsten Leibenath gesichert. Der 51-jährige Sportchef von Ratiopharm Ulm wird zur kommenden Saison die Nachfolge von Dragan Tarlac antreten, der den amtierenden Meister aus persönlichen Gründen verlässt. Diese Personalie sorgt bereits vor den Playoffs für reichlich Zündstoff und eine verschärfte Rivalität zwischen den beiden Klubs.

Stolls spöttische Reaktion

Thomas Stoll, der Geschäftsführer von Ratiopharm Ulm, ist bekannt für seine kritische Haltung gegenüber dem FC Bayern. Die Verkündung des Wechsels ließ ihn nicht kalt. Auf der Plattform X postete Stoll einen Link zum Anti-Bayern-Song der Toten Hosen, in dem es heißt: „Eins weiß ich hundertprozentig: Nie im Leben würde ich zu Bayern gehen.“ Damit spielte er auf den Wechsel seines langjährigen Weggefährten Leibenath an, der in Ulm zuvor als Trainer und Sportchef erfolgreich war. Stoll kommentierte: „Ein Song, der alles sagt. Mehr dann erst nach Saisonende.“

Brisanz für die Playoffs

Die Personalie verleiht den anstehenden Playoffs zusätzliche Würze. Besonders pikant wäre ein erneutes Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Finalserie, wie in der vergangenen Saison. Die Bayern sind Titelverteidiger der Jahre 2024 und 2025, während Ulm 2023 den Meistertitel holte. Ein Duell wäre somit ein prestigeträchtiges Kräftemessen.

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Abschied von Tarlac

Dragan Tarlac, der im Sommer 2024 nach München kam, verlässt den Klub nach dieser Saison. Der 53-Jährige betonte: „Ich werde das Team sowie die Trainer bis zum letzten Moment bestmöglich unterstützen. Der Job hier ist noch nicht erledigt, denn wir wollen unbedingt die dritte Meisterschaft nacheinander nach München holen. Das wäre der perfekte Abschluss für mich.“ Bayerns Präsident Herbert Hainer dankte Tarlac für sein persönliches Engagement in den letzten zwei Jahren und hob hervor, dass er den Weg der Basketballer in einer schwierigen Phase fortgeführt habe.

Vorfreude auf Leibenath

Hainer äußerte sich auch erfreut über den Neuzugang: „Thorsten Leibenath ist ein exzellenter Kenner der nationalen und internationalen Basketballszene.“ In der Tat hat Ulm in der Vergangenheit oft ein gutes Händchen bei Transfers bewiesen und wirtschaftliche Unterschiede ausgeglichen. Dies ist den Verantwortlichen in München nicht entgangen. Leibenath, gebürtiger Leverkusener, war in Ulm von 2011 bis 2019 als Trainer tätig und wurde zweimal zum Trainer des Jahres gewählt. Gemeinsam mit dem früheren Bayern-Profi Anton Gavel, der als Nachfolgekandidat für den scheidenden Trainer Svetislav Pesic gilt, führte er Ulm 2023 zur Meisterschaft.

Beide Klubs haben vereinbart, bis zum Ende der Playoffs keine weiteren Stellungnahmen zu Personalien abzugeben. Die Spannung bleibt also bis zum Saisonfinale erhalten.

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