Lufthansa verlegt Cityline-Jets: Parken in München zu teuer
Cityline-Jets: Lufthansa verlässt München

Die Lufthansa verlegt ihre stillgelegten Cityline-Jets vom Flughafen München ab. Grund sind die hohen Parkgebühren, die am bayerischen Drehkreuz anfallen. Die Maschinen werden stattdessen am Frankfurter Flughafen abgestellt, wo die Kosten deutlich geringer sind.

Hintergrund: Warum die Jets stillgelegt wurden

Die Lufthansa Cityline hatte ihre Flotte von Regionaljets bereits im Zuge der Corona-Pandemie reduziert. Viele der Maschinen vom Typ Embraer 190 und Canadair Regional Jet wurden außer Dienst gestellt und zunächst auf dem Münchner Flughafen geparkt. Nun entschied sich das Unternehmen, die Flugzeuge zu verlegen.

Nach Angaben eines Sprechers der Lufthansa Group sind die Parkgebühren am Flughafen München deutlich höher als an anderen Standorten. Man habe daher beschlossen, die stillgelegten Jets nach Frankfurt zu bringen. Dort stehen ausreichend Flächen zur Verfügung, um die Maschinen kostengünstiger abzustellen.

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Details zur Verlegung

Wie viele Maschinen genau betroffen sind, wollte der Sprecher nicht sagen. Es sei jedoch ein Großteil der stillgelegten Cityline-Flotte. Die Verlegung erfolgt schrittweise und soll in den kommenden Wochen abgeschlossen sein.

Der Flughafen München äußerte sich auf Anfrage nicht direkt zu den Vorgängen. Man arbeite weiterhin eng mit der Lufthansa zusammen und biete verschiedene Parkmöglichkeiten an. Allerdings sind die Gebühren für das Abstellen von Großraumflugzeugen in München traditionell höher als in Frankfurt.

Auswirkungen auf den Flugbetrieb

Die Verlegung der Jets hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf den regulären Flugbetrieb der Lufthansa. Die stillgelegten Maschinen sind nicht mehr im Einsatz und sollen langfristig verkauft oder verschrottet werden. Die Lufthansa Cityline fliegt weiterhin mit einer reduzierten Flotte von Embraer 190 und Airbus A319.

Für den Flughafen München bedeutet der Abzug der Maschinen einen weiteren Rückgang der Einnahmen aus dem Parkgeschäft. Bereits in der Vergangenheit hatten mehrere Airlines ihre Flugzeuge wegen hoher Gebühren abgezogen. So verlegte beispielsweise die Lufthansa-Tochter Eurowings ihre Flotte nach Düsseldorf und Nürnberg.

Kostenvergleich: München vs. Frankfurt

Die genauen Parkgebühren sind nicht öffentlich bekannt, aber Branchenkenner schätzen, dass das Abstellen einer Regionalmaschine in München rund 30 Prozent teurer ist als in Frankfurt. Bei einer Flotte von etwa 20 stillgelegten Jets können so pro Monat mehrere zehntausend Euro eingespart werden.

Lufthansa-Sprecher betonte: „Wir müssen wirtschaftlich handeln und jede Möglichkeit nutzen, Kosten zu senken. Die Verlegung der Jets ist ein Beitrag dazu.“

Zukunft der Cityline-Flotte

Die Lufthansa Cityline will ihre Flotte langfristig modernisieren. Geplant ist der Einsatz von neuen Maschinen vom Typ Airbus A220, die ab 2024 ausgeliefert werden sollen. Die stillgelegten Regionaljets sollen nach und nach verkauft oder an andere Gesellschaften abgegeben werden.

Bis dahin werden die Maschinen in Frankfurt geparkt und gewartet. Die Lufthansa Technik übernimmt die regelmäßige Wartung der Flugzeuge, damit sie bei einem möglichen Wiedereinsatz sofort verfügbar sind.

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